Chinas Südwesten by Nicola: Wenn Pandas rot sind, Tiger über Flüsse springen und die Nachbarschaft unter Wasser steht…

…dann ist man entweder reif für die Klapse oder man befindet sich im Südwesten Chinas.

Auf uns trifft letzteres zu, denn unsere zweite (Ein-)Reise nach China führte uns via Shanghai (Zwischenlandung) nach Chongqing, der wirtschaftlich wichtigsten Stadt im Südwesten Chinas. Diese 29-Millionen-Metropole (jaja, Shanghai und Peking sind nicht die grössten Städte in China…) am Ende des Yangtze-Staudamm-Beckens sollte uns als Ausgangspunkt für eine Flusskreuzfahrt zu den drei Schluchten und als Einstiegspunkt in den Südwesten Chinas dienen. Nun, oft kommen Dinge anders als man denkt…

Wir hatten in Südkorea zwar nämlich mitbekommen, dass Peking überflutet wurde, von weiteren Überschwemmungen im Landesinneren vernahm man aber nichts. Und so kam es, dass wir uns im Zentrum einer Megastadt befanden, die zur Hälfte unter Wasser stand. Und das „lustigste“ dabei: keiner wusste davon (zumindest abgesehen von den unmittelbar Betroffenen). Zensur und Nachrichtensperre in Chinas Medien gehen nämlich soweit, dass selbst Naturkatastrophen praktisch keinerlei Erwähnung finden, wenn es nicht absolut unumgänglich ist! In Peking, wo zahlreiche Ausländer leben und arbeiten, war eine solche Katastrophe kaum geheim zu halten. Im Landesinneren sieht die Situation aber anders aus und wir bezweifeln, dass wir irgendetwas von den Überschwemmungen mitbekommen hätten, wenn nicht plötzlich jeglicher Schiffsverkehr auf dem Yangtze eingestellt worden wäre (und unsere Pläne von einer Kreuzfahrt damit im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser gefallen“ wären)! Von derlei „staatlich verordneter Fahrlässigkeit“ beunruhigt, haben wir uns zu gewissen Zeitpunkten ernsthaft überlegt, das Projekt „China 2“ zu beenden und das Land unmittelbar wieder zu verlassen.

Nach mehrtägigem Nachdenken, gepaart mit intensiver Informationsbeschaffung (teilweise nur dank „illegaler“ Mittel wie einem VPN-Client möglich), haben wir dann beschlossen, unserem ursprünglichen Plan eine zweite Chance zu geben und per Schnellzug nach Chengdu, der Hauptstadt Sichuans, weiterzureisen. Dort angekommen, wurden wir positiv überrascht: Hier im Westen Chinas geht das Leben wesentlich stressfreier voran, die Internetleitungen sind schneller (und teilweise dank hosteleigenem VPN-Client nicht einmal mehr „Facebook-feindlich“) und einige Chinesen stehen ihrer eigenen Regierung sogar sehr kritisch gegenüber (und stehen sogar dazu!!! Namen werden wir an dieser Stelle aus Diskretionsgründen jedoch nicht nennen). Darüber hinaus hat Chengdu auch einiges an Sehenswertem zu bieten, allem voran natürlich die Pandas. Auch wir haben die behäbigen Tiere, welche den grössten Teil des Tages bzw. ihres Lebens mit Fressen und Schlafen verbringen, ins Herz geschlossen (so wie die würden wir auch gerne leben Smiley ). Und was uns noch weit mehr erstaunt hat: es gibt sogar rote Pandas (die sehen – zumindest was ihre Statur anbelangt – zwar nicht aus wie „die richtigen“ Pandas, sollen aber angeblich zur gleichen Art gehören). Die zweite Attraktion in der näheren Umgebung von Chengdu ist der grosse Buddha von Leshan: er ist der weltweit grösste Buddha, welcher direkt aus dem Stein geschlagen wurde. Ein Besuch lohnt sich auch definitiv hier, allerdings erfordert er Nerven aus Stahl und die Bereitschaft, jeglichen westlichen Anstand für einen halben Tag zu vergessen (die – überwiegend in Gruppen reisenden – chinesischen Touristen haben, zumindest dem Anschein nach, nämlich gar nie etwas gelernt, was diese Bezeichnung verdienen würde Smiley ).

Mit einer 27-stündigen Fahrt im Schlafabteil ging es dann von Chengdu nach Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan. Da die einzige Attraktion, welche wir dort besichtigen wollten (der Stadtpark), aufgrund von Rennovationen (wer zum Teufel kommt auf die saudumme Idee, einen riesigen Stadtpark komplett auf einen Schlag zu renovieren?) geschlossen war, haben wir unsere Zeit vor allem (wieder einmal) mit Planung und dem Kauf von Zugtickets zugebracht. Einzige Ausnahme war Jennys Besuch einer modern-traditionellen Gesangs- und Tanzshow.

Unsere nächste Etappe führte uns mit dem Nachtbus nach Yuanyang, einer Region mit sehr bekannten, terrassenförmig angelegten Reisfeldern in den Bergen rund um Kunming. Eine Tageswanderung durch die Dörfer und Reisfelder ist zwar schweisstreibend (wegen den steilen Auf- und Abstiegen sowie der sommerlichen Hitze) aber wunderschön und sehr empfehlenswert. Einzig bei der Auswahl der Unterkunft sollte man in diesen ländlichen Gegenden sehr sorgfältig vorgehen (zum ersten Mal seit dem Beginn unserer Reise sahen wir uns gezwungen, wegen hygienischer Unzumutbarkeit das Hostel zu wechseln).

Via Kunming ging es anschliessend weiter nach Lijiang, der letzten grösseren Ortschaft vor den Ausläufern des Himalayas. Da die Altstadt dieses Ortes wegen ihrer gut erhaltenen Gebäude einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt und inzwischen auch die chinesischen Schulferien ihren Höhepunkt erreicht hatten, war das Stadtzentrum völlig überlaufen und die Strassen (trotz Fahrverbot) völlig verstopft. Für uns war dies jedoch nicht weiter tragisch, da wir auch hier unserer Lieblingsbeschäftigung (= Zugtickets kaufen) nachgehen mussten und die baldige Weiterreise in die Tigersprungschlucht bevorstand. Dieser zweitägige Ausflug war dann auch definitiv eines der Highlights unserer Chinareise, sowohl in Bezug auf die Anstrengung (eine rund 25 Kilometer lange Strecke; 900 Höhenmeter waren mehrfach zu bezwingen, da es immer wieder bergauf- und -ab ging; das Ganze liegt ausserdem auf einer Höhe zwischen 2‘100 und 3‘000 Meter über Meer), als auch die umwerfenden Ausblicke, extremen Erfahrungen (der Weg ist an einigen Stellen nur einen halben Meter breit, bevor es mehrere 100 Meter senkrecht nach unten geht; drei Abschnitte sind ausserdem von Wasserfällen überflutet, welche es zu durchqueren gilt) und tollen Reisebekanntschaften. Eine ganz spezielle Erfahrung war dann auch die Rückreise, da man nach ein paar Kilometern gezwungen war, den Bus zu wechseln, indem man eine ca. 100 Meter breite Geröllspur „überkletterte“: einige Wochen vor unserer Wanderung war hier ein Teil des Hangs abgerutscht und hat die Strasse einfach mitgerissen…

Zwei weitere Zugfahrten (je 8 und 13 Stunden) später waren wir in unserer letzten Destination in China angelangt. Guilin, die Hauptstadt der Provinz Guangxi, ist bekannt für die sie umgebenden Karstlandschaften, welche vom Li-Fluss durchquert werden. Da Jenny in diesen Tagen an einer Blasenentzündung litt (wahrscheinlich die Folge von unhygienischen Lebensmitteln, welche zu Durchfall führten), hat Nicola die Flussfahrt alleine gemacht. Sein Fazit: Schön, aber im Vergleich zu ähnlichen Landschaften, wie man sie bspw. in Thailand oder Vietnam findet, eher unspektakulär und mit zu vielen Touristen Smiley

Mittlerweile sind wir via Shenzhen nach Hong Kong weiter- und damit aus China ausgereist und geniessen das pulsierende Leben dieser Grossstadt. (Fast) Ohne (Festland-)Chinesen Smiley

Natürlich möchten wir auch in diesem Artikel einige bemerkenswerte Punkte des alltäglichen Lebens in China speziell hervorheben (ja, auch nach rund sechs Wochen ist noch vieles ungewohnt… einer der Gründe, weshalb wir nicht nur traurig sind, dass wir das Land verlassen können):

– Wenn sich ein Schweizer Bankfachmann im Grab umdreht…: …ist er kurz vor seinem Tod wahrscheinlich in China gewesen und seine Visa-Karte wurde aus unerfindlichen Gründen von einem Bankomaten gesperrt und eingezogen. Ist dies nämlich geschehen, erhält man von der betreffenden Bank nach Anfrage mitgeteilt, dass man seine Karte nach fünf (!!!) Arbeitstagen wieder abholen könne. Erst ein sehr übel gelaunter Kommentar, gespickt mit dem Hinweis, dass im eigenen Land das Ganze wesentlich kürzer dauert und man am nächsten Tag weiterreisen müsse, verkürzt die Wartezeit auf 24 Stunden.

– Michael Schumachers neue Karriere als Taxifahrer in Chongqing: Obwohl schon mehrfach erwähnt, wollen wir an dieser Stelle noch einmal auf den Verkehr in China eingehen. Unser heutiges Augenmerk liegt jedoch auf den Taxifahrern: diese Reiter der Apokalypse sind langfristig eines jeden Touristen Todes und wir sind ihnen – entgegen jeder Wahrscheinlichkeit – nur knapp entkommen! Den schlimmsten Vertreter dieser Gattung trafen wir in Chongqing bzw. wir sind in seinen Wagen gestiegen. Und wir sind uns sicher: Herr Schumacher hat sich einer plastischen Gesichts-OP unterzogen und wohnt nun hier! Weshalb? Er hat den Weg vom Flughafen in das Stadtzentrum innerhalb von 40 Minuten geschafft. Normalerweise dauert das ca. 1.5 Stunden! Ach ja, noch etwas: Hat ein Taxifahrer einmal – aus welchem Grund auch immer – keine Lust, einen mitzunehmen, wird man einfach stehen gelassen. Und Gründe gibt es viele: es regnet, er hat Pause, du bist ein Tourist (und nicht Chinese), etc….

– Die Lösung des „Reiseführerproblems“: Reiseführer sind schwer, brauchen viel Platz und man muss sich die Dinger unter Umständen teuer aus dem Heimatland nachschicken lassen (in China sind z.B. viele verboten, da sie Informationen zu Tibet enthalten). Die Lösung all dieser Probleme heisst Tablet. Ein solches haben wir uns in Chengdu gekauft und es ist das Geld wirklich wert. Die Beschaffung des elektronischen Spielzeugs verlief aber nach dem „südkoreanischen Prinzip“, d.h. im Elektrofachmarkt muss man über die Preise verhandeln.

– Scharf, schärfer, Sichuan: Das Essen in dieser Provinz Südchinas wird uns wahrscheinlich eine gute Vorbereitung auf das indische Curry sein: so enthält eines der typischen Gerichte hier bspw. Fleisch und Chilischoten im Verhältnis 20:80 …und sonst nichts.

– Weshalb soll man kriminelle Tätigkeiten ausüben, wenn man auch Zugtickets verkaufen kann? In etwa diese Frage dürfte sich die Mafia auch gestellt haben, bevor sie die Bahn übernahm… Aber jetzt einmal Spass beiseite: In China an ein Zugticket für ein Schlafabteil zu kommen, ist eine fast unmögliche und vor allem nervenaufreibende Aufgabe. Es existiert zwar sehr wohl ein Onlineverkauf, allerdings a) nur in chinesischer Sprache und b) nur für Inhaber einer Union-Pay-Karte (oh, ihr kennt die nicht? Dabei ist es doch wahrscheinlich eine der am weitestverbreiteten Kreditkarten…zumindest wenn man davon ausgeht, dass jeder zweite Chinese eine hat). Und so kommt es, dass man sich regelmässig zum Bahnschalter begibt und jedes Mal ca. 1-2 Stunden Schlange steht, um ein Ticket in einem Schlafabteil zu ergattern. Denn schon zwei bis drei Tage nach Verkaufsbeginn (jeweils 10 Tage vor Abfahrt des Zuges; aber Achtung! Es sind 10 Tage wenn man den heutigen mit einrechnet! Und es kommt auch auf die Stunden an!) sind alle Hard-Sleeper-Plätze weg! Plätze für den Soft-Sleeper gibt es meist nicht einmal zu Verkaufsbeginn (Mafia eben…).

– Und wie, wenn nicht mit dem Zug, kommt man von A nach B? Natürlich mit dem Bus! Dass dabei Bus nicht gleich Bus ist, ist ja logisch. Von der alten Klapperkiste mit rissigen Fenstern bis zum futuristischen Raumschiff auf Rädern, vom „normalen“ Fahrzeug mit Sitzen bis zum „Liegebus“; wenn man ein Ticket kauft, weiss man nie, was einen erwartet. Speziell die Schlafbusse unterscheiden sich dabei erheblich in Ausstattung und Komfort: es gibt solche mit Klimaanlage, solche mit Fenstern und einige mit beidem; gewisse haben Betten mit 170 cm Länge und unergonomischer Form, andere längere und flache; in einigen Bussen gibt es drei Reihen mit Doppelstockbetten, andere haben eine „Doppelbettreihe“ und eine einfache; Toiletten können vorhanden sein, müssen aber nicht (dann dient dann halt eben eine leere Flasche als Nachttopf, bzw. – im Fall von Frauen – ein leerer Plastiksack, welcher nach Gebrauch durch das (hoffentlich vorhandene) Fenster entsorgt wird), etc. Dank engelsgleicher Geduld und viel Glück beim Kauf von Bahntickets, mussten wir jedoch nur zweimal auf Busse zurückgreifen.

Chinas Südwesten by Jenny: Grüne Weiten, steile Abgründe und schmackhaftes, scharfes Sichuan-Essen

Chengdu (Sichuan Provinz)

DSCN1006P1000917

Grosser-Buddha von Leshan

P1000910P1000913

Der Weg zu den Füssen des grossen Buddha

P1000905P1000918

Mönche beim Beten                                                      “Ich” als Hauptattraktion

P1000939P1000942P1000935P1000946P1000929

Die Pandas sind wie gefrässige Couch-Potatoes

DSCN1065 P1000966

Roter Panda                                                                   Viele, viele Kojs

Kunming (Yunnan Provinz)

P1000996P1000999

Hard-Sleeper-Abteil im Zug       Symptome nach 27 Stunden Platzmangel Smiley

P1010008P1010012

Chinesische Telefonzelle         Modern-traditionelle Tanz- und Gesangsshow

P1010015P1010022P1010032P1010031

Yuanyang (Yunnan Provinz)

P1010037P1010038

9 Stunden im Sleeper Bus nach Yuanyang

Morgendliches Tai-Chi

P1010041P1010046

Arztkontrolle beim Tai-Chi                          Zahnarzt beim Bohren auf dem Markt

P1010047P1010115

Der Riese unter den Zwergen                  Traditionelle Kleidung

DSCN1071DSCN1091DSCN1094P1010081DSCN1101DSCN1103

Reisterrassen

P1010082P1010101

Reisbauern

P1010066P1010079

Faultier und                              Strassenbarrikade

P1010067P1010113

Dorf mit unserer Unterkunft                                          Busfahrerin

Lijiang und Tigersprungschlucht (Yunnan Provinz)

P1010117P1010116

Touristisches, traditionelles chinesisches Dorf

1. Tag in der Tigersprungschlucht (Aufstieg auf dem oberen Weg)DSCN1109P1010119P1010125P1010131DSCN1119P1010126DSCN1121DSCN1114

Bekanntschaften unterwegs aus Ecuador und Österreich und der Packesel

P1010133P1010129

Rastplatz

P1010136P1010139P1010141P1010143

Überquerung der stabilen Brücke               Unsere Unterkunft

2. Tag in der Tigersprungschlucht (Abstieg auf dem oberen Weg)DSCN1125DSCN1139

Start um halb 8 morgens

P1010164P1010175P1010169P1010161P1010154P1010179P1010199P1010191P1010231P1010228

Der Weg zum mittleren Tigersprungstein

P1010206P1010207P1010203

Wahl zwischen senkrechter Leiter und steiler Leiter

P1010215P1010214

Durch Felsspalten bis zum Tigersprungstein

P1010226P1010221

Auf dem mittleren Tigersprungstein

P1010219P1010233

Steinschlag beim Rückweg auf dem unteren Weg

Guilin (Guangxi Provinz)

DSCN1163DSCN1159DSCN1158DSCN1170

Auf dem Bambusboot durch die Karstlandschaft am Li Fluss

P1010236

Das letzte mal “Gemoste” für auf den chinesischen Zug Smiley

Shanghai by Nicola: Welcome to Shanghai(ss)

Nach unserem einwöchigen Erholungsurlaub stand unser nächster Trip in eine Grossstadt Chinas an: Shanghai, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt, ist eine Stadt der Superlative in vielen Punkten. Mehr als 19 Millionen Einwohner, eine beeindruckende Skyline, die höchste Aussichtsplattform der Welt, das grösste U-Bahnnetzwerk der Welt, der fünftgrösste Flughafen der Welt (nur einer von Zweien; ein Dritter ist in Planung), etc. Nun, zumindest in unserem Falle sollte Shanghai auch bezüglich den klimatischen Verhältnissen in Erinnerung bleiben: Als wir morgens um 02:00 gelandet sind, herrschten 31 Grad und gefühlte 90% Luftfeuchtigkeit. Da sich dies während unseres gesamten Aufenthaltes nicht wirklich verändern sollte, sind wir während fünf Tagen zu mobilen „Luftbefeuchtern“ mutiert Smiley

Entsprechend haben wir versucht, unser „anstrengendes Outdoor-Sightseeing“ – sprich unklimatisiert – auf zwei Tage zu beschränken: Wir waren am „Bund“ (alter Stadtteil am Fluss mit erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit; hervorragender Blick auf die Skyline des modernen Finanzbezirks Pudong), haben den Yangtze mit einer kitschigen „U-Bahn“ unterquert und sind zur höchsten Aussichtsplattform der Welt (492m; inklusive Glasboden) im 101 Stock des World Financial Centers gefahren, um den Sonnenuntergang und den Einbruch der Dunkelheit zu beobachten. Den zweiten Tag haben wir genutzt, um den Yu Garten und den Volksplatz zu besichtigen und in den kleinen Läden (verkaufen bspw. lustige Nagelknipser, Handy-Schmuck, gefälschte Pässe und Führerscheine und natürlich jede Menge „original“ Markenkleidung, welche mit Hilfe von Schaufensterpuppen mit riesigen Augen feilgeboten werden, etc.) eines riesigen „Untergrund-Einkaufszentrums“ in der grössten U-Bahn-Station (es treffen zwar „nur“ drei Linien aufeinander, aber irgendwie haben es die Stadtplaner geschafft, die Ausdehnung der Station so gigantisch zu gestalten, dass locker 10 Linien hier zusammentreffen könnten) geschmökert.

Der klimatisch angenehmere Teil unserer Städtebesichtigung (drinnen) bestand aus dem sehr empfehlenswerten „Shanghai Urban Planning Exhibition Center“ (man findet hier ein hallenfüllendes Modell der gesamten bestehenden und geplanten Stadt und kann an einer virtuellen Stadtführung in einem IMAX-Kino „teilnehmen“), der atemberaubenden Akrobatik-Show „ERA“ (bessere Artisten sieht man unserer Meinung nach nirgends auf der Welt; von Schlangenmenschen über Martial-Arts-Experten bis hin zu acht Motocrossfahrern, welche gleichzeitig (!!!) in einer Stahlgitterkugel mit ca. 5 Metern Durchmesser um die Wette fahren) und dem eher enttäuschenden Nachtleben (besteht hauptsächlich aus Expats mit ihren chinesischen Gespielinnen und Studenten der Oberklasseunis).

Das letzte (Shang)Highlight bietet sich einem, wenn man zum Flughafen fährt. Gegen einen Aufpreis von knapp sieben Franken kann man nämlich die Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn nehmen, welche auf 430 Km/h beschleunigt und die 36 Kilometer lange Strecke in acht Minuten zurücklegt.

Auch in Shanghai sind uns zwei sehr gewöhnungsbedürftige „Phänomene“ begegnet, welche wir in unsere Kuriositäten einreihen möchten:

– Flüge innerhalb Chinas zu buchen (egal ob inländische oder internationale), kann sich zu einer nervenaufreibenden und teuren Angelegenheit entwickeln: Da wir nach unserem Shanghai-Aufenthalt aus Visumsgründen aus China ausreisen müssen (pro Aufenthalt dürfen wir maximal 30 Tage im Land bleiben), versuchen wir seit mehreren Wochen einen Flug nach Seoul zu ergattern. Im Internet werden diese Flüge von zahlreichen Anbietern (nicht nur chinesische) angeboten und man kann sie dann auch ganz normal buchen, erhält innerhalb von 12 Stunden aber von praktisch allen Anbietern eine Absage oder aber die Aufforderung, 60 Euro mehr pro Person zu bezahlen. Die Begründung: der Flug sei ausgebucht oder die gewählte Sitzkategorie nicht mehr verfügbar. Was dabei besonders frustrierend ist: Obwohl die Portale den Flug nicht mehr zu den genannten Konditionen anbieten können, lassen sie das Online-Angebot unverändert stehen (und zwar auch die deutschsprachigen Anbieter!!!)… Manchmal wünschen wir uns hier wirklich das EU-Fluggastrecht!

– Eine angeblich weitverbreitete Art, Touristen zu überteuerten Teehäusern zu locken besteht darin, dass junge und vornehmlich weibliche „Studentinnen“ mit dem ahnungslosen Opfer ins Gespräch kommen und fragen, ob man(n) nicht mit ihm/ihr etwas trinken und ein bisschen quatschen möchte. Da sich diese Lockvögel zumeist (männliche) Alleinreisende zum Ziel nehmen, wurden wir bis Shanghai verschont. Dort aber wurde die Methode „weiterentwickelt“ und erreicht ein neues Level: ein angebliches Pärchen sprach uns an und bat uns zuerst ein Foto von ihnen (vor einem völlig hässlichen und überhaupt nicht bekannten Hochhaus) zu schiessen. Dann wurden wir in ein Gespräch verwickelt in dessen Verlauf wir darauf aufmerksam gemacht wurden, dass zur Zeit die „weltbekannte Shanghaier Teeausstellung“ sei und man diese doch gemeinsam besuchen könne. Zum Glück haben uns das unsinnige Foto und die Beharrlichkeit, mit welcher auf die Teemesse hingewiesen wurde, frühzeitig gewarnt.

Shanghai by jenny: Höher, heisser, schneller

P1000720P1000717

Shanghai Urban Planning Exhibiton Center    Peoplesquare (grösster Knotenpunkt)

P1000674P1000682

Blick auf Pudong (Finanzdistrikt)

DSCN0814DSCN0825

Börsendaten und Wetter oberhalb der Strasse im Finanzdistrikt

GOPR0131DSCN0866

Oriental Pearl Tower (Wahrzeichen Shanghais)

DSCN0869DSCN0836

World Financial Center (WFC)  Blick durch die Glasscheibe vom WFC

P1000703P1000709

Aussicht vom WFC auf den Bund (auf der anderen Uferseite)

P1000716P1000725

U-Bahn Station mit Restaurants und typisch verrückt-chinesischen Shops

P1000898P1000901DSCN0988

Yunyan Garten (versteckte, gemütliche Gärtchen in Mitten der Stadt)

P1000734P1000737

Schnellste Magnetschwebebahn der Welt, im hui fährt man 36km

Sanya Beach: Ferien von den Ferien :-)

So eine Weltreise kann ganz schön anstrengend sein… Ok, dass mag für euch Daheimgebliebene jetzt wie ein riesiger Witz klingen, ist aber wirklich so (gut, es ist eine „Beschwerde“ auf sehr hohem Niveau, aber ab und zu sollte man sich eine Pause von all den Eindrücken und Erfahrungen gönnen, damit man überhaupt noch in der Lage ist, Neues aufzunehmen)!

Da in China zur Zeit noch Nebensaison ist (die Chinesen haben erst Anfang September Schulferien), konnten wir zu einem Schnäppchenpreis in ein Hotel in Sanya, dem Touristenmekka der Chinesen, einchecken. Dort haben wir eine Woche lang relaxt und es uns gut gehen lassen. Trotz allem haben wir auch in Sanya einige Dinge erlebt, welche wir euch natürlich im Rahmen unserer beliebten „Kuriositäten-Sektion“ nicht vorenthalten möchten:

– Die „alles-fotografieren-müssen-Eigenschaft“ nimmt im Flugzeug eine besonders spezielle Form an: kaum hat der Captain die Anschnallpflicht aufgehoben, springen alle Passagiere von ihren Sitzen und beginnen, Fotos zu schiessen. Was zu Beginn noch recht amüsant erscheint, entwickelt sich gegen Ende zu einer echten Nervenprobe. Spätestens nämlich, wenn das Flugzeug im Landeanflug ist und man den Boden auf beiden Seiten im Wechselspiel sieht, stürmen fast alle Insassen von einer Seite zur anderen, um ja kein Bisschen von der Landung zu verpassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob 3 Leute auf einem Sitz Platz finden müssen oder ob der Kopf eines Unbeteiligten (Europäers) im Weg ist. Es zählt nur, was auf dem Foto ist!

– Die Art, wie man die Gäste in chinesischen Restaurants bedient (trifft auf alle Restaurantklassen im ganzen Land zu), ist für Europäer gewöhnungsbedürftig: Die KellnerInnen gehen hier höchstwahrscheinlich davon aus, dass der Gast bereits weiss, was er essen möchte, bevor er überhaupt die Karte erhalten hat. Anders können wir uns die Tatsache, dass die Angestellten unruhig neben dem Tisch warten, bis man die Bestellung aufgegeben hat, nämlich nicht erklären. Dasselbe trifft auf das Abräumen des Geschirrs zu; kaum schiebt man sich den letzen Bissen in den Mund, ist der Teller auch schon weg (manchmal sogar schon vorher). Vorteil am chinesischen System: Trinkgeld wird nie erwartet (bzw. sogar abgelehnt) J

– Chinesen sind „Herdentiere“: Egal ob Familienurlaub, Sightseeing in der Stadt, Hinausstürmen aus dem Flugzeug sobald jemand aufgestanden ist oder sogar das Feiern der silbrigen Hochzeit (so erlebt in Sanya): Alles, aber auch wirklich alles wird in einer Gruppe gemacht! Dies ist für uns nicht nur unverständlich, sondern sehr oft auch nerv tötend, da die Gruppenreisenden oft eine schon fast panische Angst davor zu haben scheinen, ihre Gruppe zu verlieren, was dazu führen kann, dass man rücksichtslos zur Seite geschoben wird, wenn man dummerweise in eine Gruppe gelangt.

– Wir haben das Phänomen „Karaoke“ erforscht und sind zum Schluss gekommen, dass das Ganze sogar Spass machen kann J Voraussetzungen dafür sind: ein „eigener“ Karaoke-Raum (in Asien ganz normal), damit niemand anderes das Katzengejammer ertragen und man keine Angst davor haben muss, sich zu blamieren; die richtige Musikauswahl (chinesische Popsongs sind a) in unseren Ohren schrecklich anzuhören und b) mit unseren Sprachkenntnissen nicht zu meistern) und eine gesenkte Hemmschwelle (wie man diese senkt, sei jedem selbst überlassen J )

P1000554P1000668

Sicht vom Strand auf das Hotel                 Sicht vom Hotel auf das Meer

P1000567P1000561

Der Pool mit super Hängematten

P1000566P1000558

Privatpavillon am Strand

P1000560P1000516

29° Grad warmes Meer                                Aussicht vom Hotelzimmer

P1000510P1000513

Unser Hotelzimmer

DSCN0773P1000536

Jenny “Asian Style”

Sha(a)nxi by Nicola: Der Kluge reist im Zuge…oder vielleicht etwa doch nicht?

Nun, den ersten Teil dieses Satzes dachten wir uns auch (noch), als wir in Peking die Bahntickets für unsere Reise durch Zentralchina buchen wollten. Dank einer freundlichen und sehr kompetenten Hostelmitarbeiterin waren die Fahrkarten rasch organisiert, auch wenn uns ihr fast schon entsetzter Blick bei der Reservation von Sitzplätzen für die erste Fahrt von Peking nach Datong (sechseinhalb Stunden), verbunden mit der Tatsache, dass chinesische Züge (bis auf eben diese Sitzplätze) in der Regel 6 bis 7 Tage im Voraus bereits ausverkauft sind, eigentlich hätte zögern lassen sollen.

Da die chinesische Bahn als verhältnismässig pünktlich gilt und der Verkehr in Peking mörderisch ist, haben wir uns (ganz nach Schweizer Manier) am Tag unserer Abreise sehr zeitig auf den Weg zum Bahnhof (einer von vier) gemacht. Dort angekommen, haben wir als erstes auf der Anzeigetafel lesen müssen, dass von geschätzt 200 Zügen zwar tatsächlich nur drei mit Verspätung erwartet wurden, einer davon aber unserer war… Die drei Stunden zusätzliche Wartezeit waren dann dank Beobachtung des äusserst unterhaltsamen Treibens recht kurzweilig und unser Zug wurde schliesslich endlich aufgerufen. Wir waren auch nicht weiter erstaunt, als beim Aufruf sofort alle chinesischen Fahrgäste aufgesprungen und zum „Gate“ (chinesische Bahnhöfe funktionieren ähnlich wie Flughäfen; sogar inklusive Pass- und Gepäckkontrolle) gerannt sind (machen die nämlich immer so; egal ob im Flugzeug, in der U-Bahn oder im Bus). Wären wir mal lieber nicht so naiv gewesen… Im Gegensatz zu den Schlaf- und Liegewagen, für welche genau nur so viele Tickets verkauft werden, wie Betten zur Verfügung stehen, verdient der „Sitzbereich“ diesen Namen nicht, da die Anzahl der verkauften Fahrkarten hier in keiner Relation zum Platzangebot zu stehen scheint… Man stelle sich einen Schweizer Zug von Zürich nach Winterthur an einem Wochentag zwischen 16:00 und 17:00 vor, multipliziere die Anzahl der Passagiere (stehend und sitzend) mit drei und addiere die Fläche der Gepäckablage und der Kopflehnen (für alles Mögliche genutzt) hinzu…et voila, man hat die Auslastung eines chinesischen Abteils. Wer nun hofft, dass nach der ersten Station viele Leute aussteigen (was im Beispiel Zürich-Winterthur ja auch der Fall wäre), der wird immer wieder eines besseren belehrt… Unsere Meinung, dass Araber eine unübertreffliche Fähigkeit im Vollstopfen von Fahrzeugen haben, wurde erfolgreich wiederlegt!

Dank einer Sitzreservation (haben die meisten aus Kostengründen nicht) und der Unterstützung von Einheimischen, welche höchstwahrscheinlich Mitleid mit den rucksackbepackten Westlern hatten, haben wir die lange Fahrt trotzdem einigermassen gut überstanden und sind gut in Datong angekommen. Dort haben wir einige sehr interessante buddhistische Höhlentempel (Yungang-Caves) aus dem vierten Jahrhundert vor Christus angeschaut, bevor wir mit dem Bus nach Wutai Shan, einer sehr bekannten, riesigen buddhistischen Klosteranlage (besteht aus mehr als 60 Tempeln) in den Bergen von Shanxi (Name der Provinz, in welcher sowohl Datong, wie auch Wutai Shan liegen) weitergefahren sind.

Leider war das Wetter in den Bergen nicht auf unserer Seite (es hat praktisch immer geregnet). Da Wutai Shan auch sonst nicht gerade der Place-to-be ist (abgesehen von einigen wenigen „buddhistischen“ Reisegruppen verirrt sich kein Chinese hierher, ganz zu schweigen von ausländischen Touristen), konnten wir uns etwas erholen und die wichtigsten Tempel in Ruhe angucken, bevor es mit dem Nachtzug weiter nach Pingyao ging (dank „soft sleeper“, d.h. Bett im 4-Bett-Abteil MIT Türe, verlief diese Fahrt recht angenehm).

In Pingyao gibt es keine speziellen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt selbst ist hier das Highlight, da sie architektonisch so gestaltet ist, wie sich der durchschnittliche Westler eine (traditionelle) chinesische Stadt vorstellt: asiatische Häuschen mit abgeschotteten und grosszügigen Innenhöfen, schmale Gässchen mit Fahrrädern (keine Autos oder Motorräder!), etc.

Xian, unser letztes Ziel (und Hauptstadt der Provinz Shaanxi, nicht zu verwechseln mit Shanxi), erreichten wir wiederum mit dem Nachtzug, wobei wir unser Quartier dieses Mal im „hard sleeper“ bezogen: jedes „Abteil“ besteht aus sechs Betten (dreistöckig auf beiden Seiten), Türen gibt es keine. Dank „chinesischem Anstand“ und chinesischem Anstand (siehe weiter unten für Erläuterungen) nicht gerade die erholsamste Nacht, nichtsdestotrotz aber tausendmal besser als ein Sitzplatz J Xian selbst ist wieder vergleichsweise beliebt bei Touristen, da man hier die Terrakotta-Armee gesehen haben muss. Diese Legion aus Soldaten-Nachbildungen wurde vom ersten chinesischen Kaiser in Auftrag gegeben und sollte ihm auch über seinen Tod hinaus die Kontrolle über ein gewaltiges Heer garantieren. Da die Grabanlage inklusive der tausenden von Figuren durch seine Nachfolger aber zerstört und erst vor ein paar Jahren von Bauern entdeckt wurde, werden die Ausgrabungen (welche man live vor Ort mit verfolgen kann) wohl noch Jahre dauern (jede Figur ist ein Unikat; das Ausgraben und Zusammensetzen der einzelnen Teile dauert pro Soldat ca. 6 Monate!).

Abschliessend möchten wir natürlich auch unseren „Kuriositäten-Teil“ auf dem neusten Stand halten:

– „Chinesischer Anstand“ (nicht zu verwechseln mit chinesischem Anstand; siehe unten): Eigentlich ein Oxymoron, da schlicht nicht vorhanden. Man macht überall und jederzeit Fotos von allem (ist ja kein Problem) und JEDEM (!!!) und zwar meistens ohne vorher zu fragen (vor allem Jenny ist bei Männern wie Frauen ein beliebtes Motiv); gespuckt wird was das Zeug hält, auch dort, wo es eigentlich verboten ist (Bahnhöfe, etc.); lautstarkes Schmatzen (und zwar wirklich laut!) gehört beim Essen dazu, auch für Nahrungsmittel, welche dies NICHT erfordern (wenn man Nudeln mit Stäbchen isst, ist Schmatzen evtl. ja noch normal…); Nachtruhe im „hard sleeper“ gibt es frühestens eine halbe Stunde nachdem das Licht ausgeschaltet wurde (normalerweise gegen 23:00) und maximal bis es wieder eingeschaltet wird (ca. morgens um fünf), vorher und nachher wird munter palavert, gegessen und gespuckt (ja, auch im Zug). Und auch während der Nacht werden Anrufe aufs Handy selbstverständlich (lautstark) entgegengenommen

– Chinesischer Anstand: Kommen wir zu dem Teil Anstand, der auch als solcher bezeichnet werden kann und starke Ähnlichkeiten mit typisch Schweizerischen Zügen aufweist: dem Nichts-sagen! Obwohl sich ihre Landsleute teilweise völlig daneben benehmen (siehe oben), beschwert sich keiner der Betroffenen in irgendeiner Weise, d.h. die Störenfriede können völlig unbehelligt ihr Unwesen treiben. Einziger Vorteil bei dem Ganzen: Hat man sich erst einmal an alles gewöhnt, beginnt man selbst Dinge zu tun, welche man zu Hause aufgrund guten Anstandes evtl. unterlassen würde (z.B. ungefragt Fotos von anderen Leuten zu machen; bspw. von Babys mit „gelochten“ Hosen; siehe Jenny’s Beitrag)

– Erziehung = Fehlanzeige (auch „1-Kind-Politik“ genannt): Eine Steigerung des oben erläuterten „chinesischen Anstands“ findet sich bei den Kindern: Da es bis vor einigen Jahren nicht erlaubt war, mehr als ein Kind zu haben (inzwischen zwar legal, wird aber finanziell immer noch bestraft), geniessen die gezeugten Nachkommen bei fast allen Familien wahrlich einen Prinze(essinne)n-Status. Sie bekommen, was sie wollen und werden praktisch nie zurechtgewiesen (Beispiel gefällig: kleiner Junge auf der Supermarkt-Toilette steht ca. einen Meter vom Pissoir entfernt und spielt „Schüssel-Treffen“; natürlich nur mit mässigem Erfolg, so dass „das Geschäft“ grösstenteils am Boden landet…der Papa, welcher daneben steht, verliert darüber kein Wort…)

– Zensur: Zeitungen sind – abgesehen von englischen Übersetzungen der grössten staatlichen Blätter – nur in Chinesisch erhältlich, berichten sehr objektiv („in Syrien demonstrieren ein paar Studenten gegen die Regierung. Ist aber alles nicht tragisch“) oder überhaupt nicht bezüglich ausländischen Angelegenheiten, die rund 30 staatlichen TV-Sender informieren vor allem über wirklich wichtige Dinge („in Peking haben 2 Studenten die XY-Uni in 2.5 Jahren statt der normalen vier abgeschlossen“) und nicht über das Nebensächliche („die 2, 3 kleinen Überschwemmungen im Süden des Landes sind nicht weiter schlimm). Alles hat eben seine Richtigkeit (Anmerkung: Wer Ironie findet, darf sie behalten)

– Geldbeschaffung in ländlichen Gebieten: „Visa? Mastel-Cald? No, no.“ „Dann möchten wir Dollar wechseln.“ “US-Dollal? No, no.” „Gibt es denn eine andere Bank in der Nähe?“ „Othel Bank? No, no.“ Fazit der Geldbeschaffung auf dem Lande: „No, no.“

Sha(a)nxi by Jenny: Abenteuerliche Zugfahrt mit chinesischen Originalen

Bild

6 stündige Fahrt von Peking nach Datong (Bewegen war ein Fremdwort)

Datong (Yungang Caves)

P1000416P1000418

DSCN0691P1000427

Aus dem Stein gemeisselte Buddhas von klein bis gross

P1000429P1000437

Wutai Shan

P1000460P1000439

Das Dorf von Wutai Shan

DSCN0731P1000449

Einer von vielen Tempeln

P1000442P1000447

Mönche bei den Gebetsübungen                                Altar mit Opfergaben

GOPR0100P1000440

Stupa

P1000459                         Wasserkocher & Petflaschen für eine warme Dusche

Pingyao

P1000461GOPR0115

Ein super Hostel “Pingyao Harmony Backpacker Guesthouse”

DSCN0741 P1000471

Harte Arbeit                              Mit dem Rikscha Taxi zum Bahnhof

Xian

DSCN0760P1000487

Terakottaarmee

P1000500DSCN0764

DSCN0756P1000495

Ausgrabungen                         Restauration der Soldaten

P1000473DSCN0744

Regenschirme beim schönsten Wetter

P1000508

Unsere “Wäschhänke” im Hostel Smiley

Babyhose 1babyhose 2

Ein kleiner Beweis für die Babyhose mit Loch