Shanghai by Nicola: Welcome to Shanghai(ss)

Nach unserem einwöchigen Erholungsurlaub stand unser nächster Trip in eine Grossstadt Chinas an: Shanghai, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt, ist eine Stadt der Superlative in vielen Punkten. Mehr als 19 Millionen Einwohner, eine beeindruckende Skyline, die höchste Aussichtsplattform der Welt, das grösste U-Bahnnetzwerk der Welt, der fünftgrösste Flughafen der Welt (nur einer von Zweien; ein Dritter ist in Planung), etc. Nun, zumindest in unserem Falle sollte Shanghai auch bezüglich den klimatischen Verhältnissen in Erinnerung bleiben: Als wir morgens um 02:00 gelandet sind, herrschten 31 Grad und gefühlte 90% Luftfeuchtigkeit. Da sich dies während unseres gesamten Aufenthaltes nicht wirklich verändern sollte, sind wir während fünf Tagen zu mobilen „Luftbefeuchtern“ mutiert Smiley

Entsprechend haben wir versucht, unser „anstrengendes Outdoor-Sightseeing“ – sprich unklimatisiert – auf zwei Tage zu beschränken: Wir waren am „Bund“ (alter Stadtteil am Fluss mit erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit; hervorragender Blick auf die Skyline des modernen Finanzbezirks Pudong), haben den Yangtze mit einer kitschigen „U-Bahn“ unterquert und sind zur höchsten Aussichtsplattform der Welt (492m; inklusive Glasboden) im 101 Stock des World Financial Centers gefahren, um den Sonnenuntergang und den Einbruch der Dunkelheit zu beobachten. Den zweiten Tag haben wir genutzt, um den Yu Garten und den Volksplatz zu besichtigen und in den kleinen Läden (verkaufen bspw. lustige Nagelknipser, Handy-Schmuck, gefälschte Pässe und Führerscheine und natürlich jede Menge „original“ Markenkleidung, welche mit Hilfe von Schaufensterpuppen mit riesigen Augen feilgeboten werden, etc.) eines riesigen „Untergrund-Einkaufszentrums“ in der grössten U-Bahn-Station (es treffen zwar „nur“ drei Linien aufeinander, aber irgendwie haben es die Stadtplaner geschafft, die Ausdehnung der Station so gigantisch zu gestalten, dass locker 10 Linien hier zusammentreffen könnten) geschmökert.

Der klimatisch angenehmere Teil unserer Städtebesichtigung (drinnen) bestand aus dem sehr empfehlenswerten „Shanghai Urban Planning Exhibition Center“ (man findet hier ein hallenfüllendes Modell der gesamten bestehenden und geplanten Stadt und kann an einer virtuellen Stadtführung in einem IMAX-Kino „teilnehmen“), der atemberaubenden Akrobatik-Show „ERA“ (bessere Artisten sieht man unserer Meinung nach nirgends auf der Welt; von Schlangenmenschen über Martial-Arts-Experten bis hin zu acht Motocrossfahrern, welche gleichzeitig (!!!) in einer Stahlgitterkugel mit ca. 5 Metern Durchmesser um die Wette fahren) und dem eher enttäuschenden Nachtleben (besteht hauptsächlich aus Expats mit ihren chinesischen Gespielinnen und Studenten der Oberklasseunis).

Das letzte (Shang)Highlight bietet sich einem, wenn man zum Flughafen fährt. Gegen einen Aufpreis von knapp sieben Franken kann man nämlich die Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn nehmen, welche auf 430 Km/h beschleunigt und die 36 Kilometer lange Strecke in acht Minuten zurücklegt.

Auch in Shanghai sind uns zwei sehr gewöhnungsbedürftige „Phänomene“ begegnet, welche wir in unsere Kuriositäten einreihen möchten:

– Flüge innerhalb Chinas zu buchen (egal ob inländische oder internationale), kann sich zu einer nervenaufreibenden und teuren Angelegenheit entwickeln: Da wir nach unserem Shanghai-Aufenthalt aus Visumsgründen aus China ausreisen müssen (pro Aufenthalt dürfen wir maximal 30 Tage im Land bleiben), versuchen wir seit mehreren Wochen einen Flug nach Seoul zu ergattern. Im Internet werden diese Flüge von zahlreichen Anbietern (nicht nur chinesische) angeboten und man kann sie dann auch ganz normal buchen, erhält innerhalb von 12 Stunden aber von praktisch allen Anbietern eine Absage oder aber die Aufforderung, 60 Euro mehr pro Person zu bezahlen. Die Begründung: der Flug sei ausgebucht oder die gewählte Sitzkategorie nicht mehr verfügbar. Was dabei besonders frustrierend ist: Obwohl die Portale den Flug nicht mehr zu den genannten Konditionen anbieten können, lassen sie das Online-Angebot unverändert stehen (und zwar auch die deutschsprachigen Anbieter!!!)… Manchmal wünschen wir uns hier wirklich das EU-Fluggastrecht!

– Eine angeblich weitverbreitete Art, Touristen zu überteuerten Teehäusern zu locken besteht darin, dass junge und vornehmlich weibliche „Studentinnen“ mit dem ahnungslosen Opfer ins Gespräch kommen und fragen, ob man(n) nicht mit ihm/ihr etwas trinken und ein bisschen quatschen möchte. Da sich diese Lockvögel zumeist (männliche) Alleinreisende zum Ziel nehmen, wurden wir bis Shanghai verschont. Dort aber wurde die Methode „weiterentwickelt“ und erreicht ein neues Level: ein angebliches Pärchen sprach uns an und bat uns zuerst ein Foto von ihnen (vor einem völlig hässlichen und überhaupt nicht bekannten Hochhaus) zu schiessen. Dann wurden wir in ein Gespräch verwickelt in dessen Verlauf wir darauf aufmerksam gemacht wurden, dass zur Zeit die „weltbekannte Shanghaier Teeausstellung“ sei und man diese doch gemeinsam besuchen könne. Zum Glück haben uns das unsinnige Foto und die Beharrlichkeit, mit welcher auf die Teemesse hingewiesen wurde, frühzeitig gewarnt.

Shanghai by jenny: Höher, heisser, schneller

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Shanghai Urban Planning Exhibiton Center    Peoplesquare (grösster Knotenpunkt)

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Blick auf Pudong (Finanzdistrikt)

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Börsendaten und Wetter oberhalb der Strasse im Finanzdistrikt

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Oriental Pearl Tower (Wahrzeichen Shanghais)

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World Financial Center (WFC)  Blick durch die Glasscheibe vom WFC

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Aussicht vom WFC auf den Bund (auf der anderen Uferseite)

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U-Bahn Station mit Restaurants und typisch verrückt-chinesischen Shops

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Yunyan Garten (versteckte, gemütliche Gärtchen in Mitten der Stadt)

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Schnellste Magnetschwebebahn der Welt, im hui fährt man 36km

Sanya Beach: Ferien von den Ferien :-)

So eine Weltreise kann ganz schön anstrengend sein… Ok, dass mag für euch Daheimgebliebene jetzt wie ein riesiger Witz klingen, ist aber wirklich so (gut, es ist eine „Beschwerde“ auf sehr hohem Niveau, aber ab und zu sollte man sich eine Pause von all den Eindrücken und Erfahrungen gönnen, damit man überhaupt noch in der Lage ist, Neues aufzunehmen)!

Da in China zur Zeit noch Nebensaison ist (die Chinesen haben erst Anfang September Schulferien), konnten wir zu einem Schnäppchenpreis in ein Hotel in Sanya, dem Touristenmekka der Chinesen, einchecken. Dort haben wir eine Woche lang relaxt und es uns gut gehen lassen. Trotz allem haben wir auch in Sanya einige Dinge erlebt, welche wir euch natürlich im Rahmen unserer beliebten „Kuriositäten-Sektion“ nicht vorenthalten möchten:

– Die „alles-fotografieren-müssen-Eigenschaft“ nimmt im Flugzeug eine besonders spezielle Form an: kaum hat der Captain die Anschnallpflicht aufgehoben, springen alle Passagiere von ihren Sitzen und beginnen, Fotos zu schiessen. Was zu Beginn noch recht amüsant erscheint, entwickelt sich gegen Ende zu einer echten Nervenprobe. Spätestens nämlich, wenn das Flugzeug im Landeanflug ist und man den Boden auf beiden Seiten im Wechselspiel sieht, stürmen fast alle Insassen von einer Seite zur anderen, um ja kein Bisschen von der Landung zu verpassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob 3 Leute auf einem Sitz Platz finden müssen oder ob der Kopf eines Unbeteiligten (Europäers) im Weg ist. Es zählt nur, was auf dem Foto ist!

– Die Art, wie man die Gäste in chinesischen Restaurants bedient (trifft auf alle Restaurantklassen im ganzen Land zu), ist für Europäer gewöhnungsbedürftig: Die KellnerInnen gehen hier höchstwahrscheinlich davon aus, dass der Gast bereits weiss, was er essen möchte, bevor er überhaupt die Karte erhalten hat. Anders können wir uns die Tatsache, dass die Angestellten unruhig neben dem Tisch warten, bis man die Bestellung aufgegeben hat, nämlich nicht erklären. Dasselbe trifft auf das Abräumen des Geschirrs zu; kaum schiebt man sich den letzen Bissen in den Mund, ist der Teller auch schon weg (manchmal sogar schon vorher). Vorteil am chinesischen System: Trinkgeld wird nie erwartet (bzw. sogar abgelehnt) J

– Chinesen sind „Herdentiere“: Egal ob Familienurlaub, Sightseeing in der Stadt, Hinausstürmen aus dem Flugzeug sobald jemand aufgestanden ist oder sogar das Feiern der silbrigen Hochzeit (so erlebt in Sanya): Alles, aber auch wirklich alles wird in einer Gruppe gemacht! Dies ist für uns nicht nur unverständlich, sondern sehr oft auch nerv tötend, da die Gruppenreisenden oft eine schon fast panische Angst davor zu haben scheinen, ihre Gruppe zu verlieren, was dazu führen kann, dass man rücksichtslos zur Seite geschoben wird, wenn man dummerweise in eine Gruppe gelangt.

– Wir haben das Phänomen „Karaoke“ erforscht und sind zum Schluss gekommen, dass das Ganze sogar Spass machen kann J Voraussetzungen dafür sind: ein „eigener“ Karaoke-Raum (in Asien ganz normal), damit niemand anderes das Katzengejammer ertragen und man keine Angst davor haben muss, sich zu blamieren; die richtige Musikauswahl (chinesische Popsongs sind a) in unseren Ohren schrecklich anzuhören und b) mit unseren Sprachkenntnissen nicht zu meistern) und eine gesenkte Hemmschwelle (wie man diese senkt, sei jedem selbst überlassen J )

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Sicht vom Strand auf das Hotel                 Sicht vom Hotel auf das Meer

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Der Pool mit super Hängematten

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Privatpavillon am Strand

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29° Grad warmes Meer                                Aussicht vom Hotelzimmer

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Unser Hotelzimmer

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Jenny “Asian Style”

Sha(a)nxi by Nicola: Der Kluge reist im Zuge…oder vielleicht etwa doch nicht?

Nun, den ersten Teil dieses Satzes dachten wir uns auch (noch), als wir in Peking die Bahntickets für unsere Reise durch Zentralchina buchen wollten. Dank einer freundlichen und sehr kompetenten Hostelmitarbeiterin waren die Fahrkarten rasch organisiert, auch wenn uns ihr fast schon entsetzter Blick bei der Reservation von Sitzplätzen für die erste Fahrt von Peking nach Datong (sechseinhalb Stunden), verbunden mit der Tatsache, dass chinesische Züge (bis auf eben diese Sitzplätze) in der Regel 6 bis 7 Tage im Voraus bereits ausverkauft sind, eigentlich hätte zögern lassen sollen.

Da die chinesische Bahn als verhältnismässig pünktlich gilt und der Verkehr in Peking mörderisch ist, haben wir uns (ganz nach Schweizer Manier) am Tag unserer Abreise sehr zeitig auf den Weg zum Bahnhof (einer von vier) gemacht. Dort angekommen, haben wir als erstes auf der Anzeigetafel lesen müssen, dass von geschätzt 200 Zügen zwar tatsächlich nur drei mit Verspätung erwartet wurden, einer davon aber unserer war… Die drei Stunden zusätzliche Wartezeit waren dann dank Beobachtung des äusserst unterhaltsamen Treibens recht kurzweilig und unser Zug wurde schliesslich endlich aufgerufen. Wir waren auch nicht weiter erstaunt, als beim Aufruf sofort alle chinesischen Fahrgäste aufgesprungen und zum „Gate“ (chinesische Bahnhöfe funktionieren ähnlich wie Flughäfen; sogar inklusive Pass- und Gepäckkontrolle) gerannt sind (machen die nämlich immer so; egal ob im Flugzeug, in der U-Bahn oder im Bus). Wären wir mal lieber nicht so naiv gewesen… Im Gegensatz zu den Schlaf- und Liegewagen, für welche genau nur so viele Tickets verkauft werden, wie Betten zur Verfügung stehen, verdient der „Sitzbereich“ diesen Namen nicht, da die Anzahl der verkauften Fahrkarten hier in keiner Relation zum Platzangebot zu stehen scheint… Man stelle sich einen Schweizer Zug von Zürich nach Winterthur an einem Wochentag zwischen 16:00 und 17:00 vor, multipliziere die Anzahl der Passagiere (stehend und sitzend) mit drei und addiere die Fläche der Gepäckablage und der Kopflehnen (für alles Mögliche genutzt) hinzu…et voila, man hat die Auslastung eines chinesischen Abteils. Wer nun hofft, dass nach der ersten Station viele Leute aussteigen (was im Beispiel Zürich-Winterthur ja auch der Fall wäre), der wird immer wieder eines besseren belehrt… Unsere Meinung, dass Araber eine unübertreffliche Fähigkeit im Vollstopfen von Fahrzeugen haben, wurde erfolgreich wiederlegt!

Dank einer Sitzreservation (haben die meisten aus Kostengründen nicht) und der Unterstützung von Einheimischen, welche höchstwahrscheinlich Mitleid mit den rucksackbepackten Westlern hatten, haben wir die lange Fahrt trotzdem einigermassen gut überstanden und sind gut in Datong angekommen. Dort haben wir einige sehr interessante buddhistische Höhlentempel (Yungang-Caves) aus dem vierten Jahrhundert vor Christus angeschaut, bevor wir mit dem Bus nach Wutai Shan, einer sehr bekannten, riesigen buddhistischen Klosteranlage (besteht aus mehr als 60 Tempeln) in den Bergen von Shanxi (Name der Provinz, in welcher sowohl Datong, wie auch Wutai Shan liegen) weitergefahren sind.

Leider war das Wetter in den Bergen nicht auf unserer Seite (es hat praktisch immer geregnet). Da Wutai Shan auch sonst nicht gerade der Place-to-be ist (abgesehen von einigen wenigen „buddhistischen“ Reisegruppen verirrt sich kein Chinese hierher, ganz zu schweigen von ausländischen Touristen), konnten wir uns etwas erholen und die wichtigsten Tempel in Ruhe angucken, bevor es mit dem Nachtzug weiter nach Pingyao ging (dank „soft sleeper“, d.h. Bett im 4-Bett-Abteil MIT Türe, verlief diese Fahrt recht angenehm).

In Pingyao gibt es keine speziellen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt selbst ist hier das Highlight, da sie architektonisch so gestaltet ist, wie sich der durchschnittliche Westler eine (traditionelle) chinesische Stadt vorstellt: asiatische Häuschen mit abgeschotteten und grosszügigen Innenhöfen, schmale Gässchen mit Fahrrädern (keine Autos oder Motorräder!), etc.

Xian, unser letztes Ziel (und Hauptstadt der Provinz Shaanxi, nicht zu verwechseln mit Shanxi), erreichten wir wiederum mit dem Nachtzug, wobei wir unser Quartier dieses Mal im „hard sleeper“ bezogen: jedes „Abteil“ besteht aus sechs Betten (dreistöckig auf beiden Seiten), Türen gibt es keine. Dank „chinesischem Anstand“ und chinesischem Anstand (siehe weiter unten für Erläuterungen) nicht gerade die erholsamste Nacht, nichtsdestotrotz aber tausendmal besser als ein Sitzplatz J Xian selbst ist wieder vergleichsweise beliebt bei Touristen, da man hier die Terrakotta-Armee gesehen haben muss. Diese Legion aus Soldaten-Nachbildungen wurde vom ersten chinesischen Kaiser in Auftrag gegeben und sollte ihm auch über seinen Tod hinaus die Kontrolle über ein gewaltiges Heer garantieren. Da die Grabanlage inklusive der tausenden von Figuren durch seine Nachfolger aber zerstört und erst vor ein paar Jahren von Bauern entdeckt wurde, werden die Ausgrabungen (welche man live vor Ort mit verfolgen kann) wohl noch Jahre dauern (jede Figur ist ein Unikat; das Ausgraben und Zusammensetzen der einzelnen Teile dauert pro Soldat ca. 6 Monate!).

Abschliessend möchten wir natürlich auch unseren „Kuriositäten-Teil“ auf dem neusten Stand halten:

– „Chinesischer Anstand“ (nicht zu verwechseln mit chinesischem Anstand; siehe unten): Eigentlich ein Oxymoron, da schlicht nicht vorhanden. Man macht überall und jederzeit Fotos von allem (ist ja kein Problem) und JEDEM (!!!) und zwar meistens ohne vorher zu fragen (vor allem Jenny ist bei Männern wie Frauen ein beliebtes Motiv); gespuckt wird was das Zeug hält, auch dort, wo es eigentlich verboten ist (Bahnhöfe, etc.); lautstarkes Schmatzen (und zwar wirklich laut!) gehört beim Essen dazu, auch für Nahrungsmittel, welche dies NICHT erfordern (wenn man Nudeln mit Stäbchen isst, ist Schmatzen evtl. ja noch normal…); Nachtruhe im „hard sleeper“ gibt es frühestens eine halbe Stunde nachdem das Licht ausgeschaltet wurde (normalerweise gegen 23:00) und maximal bis es wieder eingeschaltet wird (ca. morgens um fünf), vorher und nachher wird munter palavert, gegessen und gespuckt (ja, auch im Zug). Und auch während der Nacht werden Anrufe aufs Handy selbstverständlich (lautstark) entgegengenommen

– Chinesischer Anstand: Kommen wir zu dem Teil Anstand, der auch als solcher bezeichnet werden kann und starke Ähnlichkeiten mit typisch Schweizerischen Zügen aufweist: dem Nichts-sagen! Obwohl sich ihre Landsleute teilweise völlig daneben benehmen (siehe oben), beschwert sich keiner der Betroffenen in irgendeiner Weise, d.h. die Störenfriede können völlig unbehelligt ihr Unwesen treiben. Einziger Vorteil bei dem Ganzen: Hat man sich erst einmal an alles gewöhnt, beginnt man selbst Dinge zu tun, welche man zu Hause aufgrund guten Anstandes evtl. unterlassen würde (z.B. ungefragt Fotos von anderen Leuten zu machen; bspw. von Babys mit „gelochten“ Hosen; siehe Jenny’s Beitrag)

– Erziehung = Fehlanzeige (auch „1-Kind-Politik“ genannt): Eine Steigerung des oben erläuterten „chinesischen Anstands“ findet sich bei den Kindern: Da es bis vor einigen Jahren nicht erlaubt war, mehr als ein Kind zu haben (inzwischen zwar legal, wird aber finanziell immer noch bestraft), geniessen die gezeugten Nachkommen bei fast allen Familien wahrlich einen Prinze(essinne)n-Status. Sie bekommen, was sie wollen und werden praktisch nie zurechtgewiesen (Beispiel gefällig: kleiner Junge auf der Supermarkt-Toilette steht ca. einen Meter vom Pissoir entfernt und spielt „Schüssel-Treffen“; natürlich nur mit mässigem Erfolg, so dass „das Geschäft“ grösstenteils am Boden landet…der Papa, welcher daneben steht, verliert darüber kein Wort…)

– Zensur: Zeitungen sind – abgesehen von englischen Übersetzungen der grössten staatlichen Blätter – nur in Chinesisch erhältlich, berichten sehr objektiv („in Syrien demonstrieren ein paar Studenten gegen die Regierung. Ist aber alles nicht tragisch“) oder überhaupt nicht bezüglich ausländischen Angelegenheiten, die rund 30 staatlichen TV-Sender informieren vor allem über wirklich wichtige Dinge („in Peking haben 2 Studenten die XY-Uni in 2.5 Jahren statt der normalen vier abgeschlossen“) und nicht über das Nebensächliche („die 2, 3 kleinen Überschwemmungen im Süden des Landes sind nicht weiter schlimm). Alles hat eben seine Richtigkeit (Anmerkung: Wer Ironie findet, darf sie behalten)

– Geldbeschaffung in ländlichen Gebieten: „Visa? Mastel-Cald? No, no.“ „Dann möchten wir Dollar wechseln.“ “US-Dollal? No, no.” „Gibt es denn eine andere Bank in der Nähe?“ „Othel Bank? No, no.“ Fazit der Geldbeschaffung auf dem Lande: „No, no.“

Sha(a)nxi by Jenny: Abenteuerliche Zugfahrt mit chinesischen Originalen

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6 stündige Fahrt von Peking nach Datong (Bewegen war ein Fremdwort)

Datong (Yungang Caves)

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Aus dem Stein gemeisselte Buddhas von klein bis gross

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Wutai Shan

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Das Dorf von Wutai Shan

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Einer von vielen Tempeln

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Mönche bei den Gebetsübungen                                Altar mit Opfergaben

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Stupa

P1000459                         Wasserkocher & Petflaschen für eine warme Dusche

Pingyao

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Ein super Hostel “Pingyao Harmony Backpacker Guesthouse”

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Harte Arbeit                              Mit dem Rikscha Taxi zum Bahnhof

Xian

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Terakottaarmee

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Ausgrabungen                         Restauration der Soldaten

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Regenschirme beim schönsten Wetter

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Unsere “Wäschhänke” im Hostel Smiley

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Ein kleiner Beweis für die Babyhose mit Loch

Kulinarisches von St. Petersburg bis Peking

Da wir beide gerne essen und auch neuen Dingen gegenüber nicht abgeneigt sind, werden wir während unserer Reise immer wieder einmal die einen oder anderen kulinarischen Köstlichkeiten testen und unsere Meinungen im Blog festhalten. Viel Spass bei Teil 1!

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Was: Dunkles Bier
Wo: Moskau
Fazit: Wirklich gut (auch wenn der Name anderes verspricht)
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Was: Getrocknete Shrimps
Wo: Moskau
Fazit: Taugt nur als Fischfutter
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Was: Getrockneter Fisch
Wo: St. Petersburg
Fazit: Sieht zwar nicht toll aus, war aber gut
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Was: Vodka
Wo: Moskau
Fazit: Geschmeckt hat er gut, das Schädeldröhnen am nächsten Morgen war weniger toll
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Was: Sushi
Wo: Moskau
Fazit: S’beste wo’s je hets gits…
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Was: Stinkender Tofu
Wo: Peking
Fazit: Was soll man schon von einem Gericht mit diesem Namen erwarten?
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Was: Teigtaschen, Reis und Omul (geräucherter Fisch)
Wo: Irkutsk (gibt es nur am Baikalsee)
Fazit: Ein Traum von einem Fisch

Was: Raupen (im Film fälschlicherweise als Maden bezeichnet)
Wo: Peking
Fazit: Seht euch das Video an
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Was: Teigtasche (made by Babuschka)
Wo: Transsib
Fazit: Mmhhh
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Was: “Mongolische” Sushi (mit Fleisch und Gemüse)
Wo: Mongolei
Fazit: Für gute Sushi braucht es nicht immer Fisch!
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Was: Junges Nachtessen (PS: auch wenn es so aussieht, es ist kein Hund)
Wo: Mongolei
Fazit: Keine Angst, wir habens nicht gegessen Smiley
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Was: Ausgewachsenes Nachtessen (Schaf)
Wo: Mongolei
Fazit:Flambierter Schafskopf; der “Burner”
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Was: Pekingente
Wo: Peking
Fazit: Sehr empfehlenswert, wenn auch nicht unbedingt das Teil auf dem Bild
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Was: Tintenfischarme
Wo: Peking
Fazit: Yepaaaah (Jenny) und naja (Nicola, der Blick sagt alles)

Joggeli auf Weltreise

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Heute wollen wir euch endlich unseren Reiseleiter vorstellen: Der viel gereiste Joggeli. Er weiss immer, wo wir uns gerade befinden (dank “eingebautem” GPS-Tracker), kennt die bekanntesten Sehenswürdigkeiten (siehe unten) und erinnert uns immer an unsere Heimat und all die lieben Freunde (Unterschriften).

Zürich – Peking

Petersburg bis Peking

Russland (St. Petersburg, Moskau, Transsib)

DSCN0173 Kathedrale St. Isaak            DSCN0234Auferstehungskirche

P1000014Basiliuskathedrale                  DSCN0330Transsib

Mongolei

P1000097Ulan Bator                              P1000271Rundreise

Peking

DSCN0586Grosse Mauer                        DSCN0652Verbotene Stadt