Kulinarisches von St. Petersburg bis Peking

Da wir beide gerne essen und auch neuen Dingen gegenüber nicht abgeneigt sind, werden wir während unserer Reise immer wieder einmal die einen oder anderen kulinarischen Köstlichkeiten testen und unsere Meinungen im Blog festhalten. Viel Spass bei Teil 1!

Daumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hoch Daumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runterDaumen runter
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Was: Dunkles Bier
Wo: Moskau
Fazit: Wirklich gut (auch wenn der Name anderes verspricht)
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Was: Getrocknete Shrimps
Wo: Moskau
Fazit: Taugt nur als Fischfutter
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Was: Getrockneter Fisch
Wo: St. Petersburg
Fazit: Sieht zwar nicht toll aus, war aber gut
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Was: Vodka
Wo: Moskau
Fazit: Geschmeckt hat er gut, das Schädeldröhnen am nächsten Morgen war weniger toll
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Was: Sushi
Wo: Moskau
Fazit: S’beste wo’s je hets gits…
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Was: Stinkender Tofu
Wo: Peking
Fazit: Was soll man schon von einem Gericht mit diesem Namen erwarten?
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Was: Teigtaschen, Reis und Omul (geräucherter Fisch)
Wo: Irkutsk (gibt es nur am Baikalsee)
Fazit: Ein Traum von einem Fisch

Was: Raupen (im Film fälschlicherweise als Maden bezeichnet)
Wo: Peking
Fazit: Seht euch das Video an
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Was: Teigtasche (made by Babuschka)
Wo: Transsib
Fazit: Mmhhh
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Was: “Mongolische” Sushi (mit Fleisch und Gemüse)
Wo: Mongolei
Fazit: Für gute Sushi braucht es nicht immer Fisch!
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Was: Junges Nachtessen (PS: auch wenn es so aussieht, es ist kein Hund)
Wo: Mongolei
Fazit: Keine Angst, wir habens nicht gegessen Smiley
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Was: Ausgewachsenes Nachtessen (Schaf)
Wo: Mongolei
Fazit:Flambierter Schafskopf; der “Burner”
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Was: Pekingente
Wo: Peking
Fazit: Sehr empfehlenswert, wenn auch nicht unbedingt das Teil auf dem Bild
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Was: Tintenfischarme
Wo: Peking
Fazit: Yepaaaah (Jenny) und naja (Nicola, der Blick sagt alles)

Transsib & Irkutsk by Jenny: Endlose Wälder mit Omul und Vodka

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Transsibirischer Zug                                     Unser Vorrat für 5 Tage Zugfahrt

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Essensbote Smiley                     Unser Zugabteil                    Babuschka mit Fisch

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Baikalsee                                                    Vodka-trinkende russ. Fam. am Mittag

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Russischer Ausgang mit Vodka, Vodka und nochmals Vodka

Transsib & Irkutsk by Nicola: Findest du keine Babuschka, gibt’s eben Instant-Nudeln und Vodka

Das nächste Teilstück unserer Reise in Richtung Sibirien wollten wir mit dem legendären transsibirischen Zug zurücklegen. Dieser sollte Moskau am 29. Mai um 23:45 verlassen. Nun gibt es in Moskau fünf grosse Bahnhöfe, drei davon („unserer“ inklusive) sind am gleichen Ort… Da sich unsere Russischkenntnisse in der Zwischenzeit nicht wirklich verbessert haben, waren wir beim Auffinden unseres Zuges wieder einmal auf fremde Hilfe angewiesen, was fast dazu geführt hätte, dass wir wieder in St. Petersburg gelandet wären, statt wie geplant gen Osten zu fahren… Glücklicherweise hat uns ein äusserst zuvorkommender (und englischsprechender) Russe zwanzig Minuten vor Abfahrt darauf hingewiesen, dass unser Zug von einem der beiden anderen Bahnhöfe fährt.

Und so begann unsere gut dreitägige und knapp 5‘200 Kilometer lange Fahrt auf der längsten Bahnstrecke der Welt (würde man von Moskau bis nach Wladiwostok fahren, hätte man knapp 9‘300 Kilometer zurückgelegt). Da sich die Landschaft vor dem Fenster nicht gerade durch Abwechslung auszeichnete (kurz zusammengefasst: Wald, Wald, Wald und zur Abwechslung noch etwas Wald), hatten wir wunderbar Zeit, uns zu erholen und russische Spezialitäten zu kosten (sowohl in fester, wie auch flüssiger Form J ). Diese kauft man vorzugsweise bei älteren Damen (sog. Babuschkas) an den (ca. zweimal am Tag anzutreffenden) Bahnhöfen. Leider werden diese Frauen mittlerweile längst nicht mehr an allen Bahnhöfen toleriert, da sie eine Konkurrenz für die kleinen Supermärkte und Kioske darstellen, welche selbst leider jedoch nur Instant-Nudeln und trockene Kekse verkaufen…Und so kam es, dass auch wir des Öfteren mit dieser, unter Backpackern sehr verbreiteten „Nahrung“ Vorlieb nehmen mussten.

Nach knapp 78 Stunden haben wir dann unser letztes Ziel in Russland erreicht: Irkutsk. Diese Stadt hat – abgesehen von Plattenbauten aus der Sowjet-Zeit – praktisch keinerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten, liegt aber verhältnismässig nahe am Baikalsee (tiefster Süsswassersee der Welt), welcher unser eigentliches Ziel war. Also schnell das Gepäck im Hostel deponiert, mit dem Bus aus Vorkriegszeit in das Stadtzentrum gefahren und dort in einen Minibus mit Ziel Lystwjanka gestiegen. Leider war uns das Wetter nicht besonders gut gesinnt (es hat leicht geregnet), weshalb die Sicht auf den See etwas getrübt war. Dafür haben wir „Omul“ – einen geräucherten Fisch, welcher auf diese Art nur am Baikalsee so zubereitet wird – gegessen und Fotos mit einer (nicht mehr ganz nüchternen) russischen Familie geschossen.

Da wir in unserem Hostel praktisch die einzigen Gäste waren und die Rezeptionistin nichts zu tun hatte, sind wir am Abend mit ihr und dem einzigen anderen Gast in eine russische Diskothek gefahren, wo wir rasch Bekanntschaft mit weiteren Einheimischen geschlossen und mit ihnen gefeiert haben (Vodka inklusive). Als die Party morgens um drei vorbei war, haben wir noch rasch unser Gepäck im Hostel abgeholt und sind wieder zum Bahnhof gefahren.

Die eineinhalbtägige Fahrt nach Ulan Bator in einem (im Vergleich zur russischen Bahn) unkomfortablen und nach Hühnchen stinkenden Zugabteil der transmongolischen Eisenbahn verlief, abgesehen von langen „Toiletten-Abstinenzen“ (die uralten WC’s wurden jeweil zehn Minuten vor Einfahrt in einen Bahnhof geschlossen), einer fünfstündigen russischen und einer zweistündigen mongolischen Zollkontrolle (Mongolen schmuggeln auf dem Weg in ihre Heimat extrem viele Lebensmittel), wobei man bei Letzterer (aus Diskretionsgründen) nicht einmal nach draussen schauen durfte, ereignislos.

Moskau by Jenny “Prunk und viel Gemütlichkeit”

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Die Orthodoxe Smiley                  U-Bahn Station                   Der Typische Tourist Smiley

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Roter Platz                                                 Christ-Erlöser-Kathedrale

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Basilius-Kathedrale                Kreml                                Vom Touristen zum Russen

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Armoury-Chamber (Diamanten, Waffen, Kutschen, Fabergé-Eier)

Moskau by Nicola: Нет английский oder спасибо Google Goggles

Für alle, welche so wie wir der russischen Sprache nicht mächtig sind, hier die wörtliche Übersetzung: „Kein Englisch“ oder „Danke“ Google Goggles.

Dass viele Russen kein Englisch sprechen, ist uns bereits in St. Petersburg aufgefallen. Dass diese Tatsache aber wohl geschätzte 98% der Bevölkerung betrifft, ist uns erst in Moskau so richtig bewusst geworden. Egal ob Kellner im Restaurant, Verkäufer im Supermarkt oder Postbeamter; spricht man einen Russen auf Englisch an, ergreift er oft die Flucht oder ignoriert einen. Entsprechend gestalteten sich zahlreiche Tätigkeiten als kleine Herausforderungen: das Aufgeben eines Paketes auf der russischen Post kann beispielsweise schon einmal zwei volle Stunden in Anspruch nehmen; auch die Orientierung in der U-Bahn erfolgt lediglich dank simplem Abzählen der Stationen. Bei praktisch ausweglosen Situationen hat uns dann die Technik weitergeholfen: Mit Google Goggles kann man Schriften fotografieren, welche dann ins Englische übersetzt werden, vorausgesetzt natürlich, dass man mit dem Internet verbunden ist (dank russischer SIM-Card ist dies jedoch kein Problem; übrigens kostet ein MB Internet bei den hier erhältlichen SIM-Karten ganze 1.7 Rappen Smiley ).

Zusätzlich erschwert wird das Ganze durch das unlogische „Organisationssystem“ der Russen (welches eigentlich diesen Namen gar nicht verdient). Ein Beispiel: Möchte man die Waffenkammer innerhalb des Kremls anschauen, muss man dies während einer der fünfmal täglich stattfindenden „Séancen“ tun. Das Problem dabei: Die Tickets pro Séance sind anzahlmässig beschränkt und der Verkauf beginnt jeweils erst eine Dreiviertelstunde vor Beginn! Das Ticket-Office selbst befindet sich ausserdem ausserhalb der Kremlmauer (die Waffenkammer innerhalb), was a) äusserst weite Geh-Distanzen zur Folge hat (das Kreml-Areal ist riesig) und b) im dümmsten (und sehr wahrscheinlichen) Fall bedeutet, dass man den Eintritt für das Kreml-Areal selbst zweimal zu entrichten hat! Zum Glück haben wir ja Studentenrabatt Smiley

Als (positive) Ausnahme sind uns die jungen Russen aufgefallen, welche meist enorm hilfsbereit sind, unabhängig davon, ob sie Englisch sprechen/verstehen oder nicht. Sei dies im Supermarkt (es herrscht dort meistens keine Selbstbedienung, weshalb man sich mit Gesten verständigt: auf das gewünschte Objekt deuten und anschliessend mit den Fingern die Anzahl zeigen) oder im Media Markt, wo uns Sage und Schreibe sieben (!!!) Verkäufer bezüglich Fotokameras beraten wollten (obwohl nur zwei davon Englisch konnten Smiley )!

Sehr gut gefallen haben uns das Kreml-Areal mit seinen zahlreichen Kathedralen, der Waffenkammer und insbesondere der Diamanten-Sammlung (leider darf man dort nicht fotografieren; das Einhalten dieser Regel wird auch von einer kleinen Armee an Security-Leuten überwacht), der Rote Platz mit der Basilius-Kathedrale, sowie gewisse U-Bahn-Stationen (sind speziell pompös und aufwändig gebaut).

St. Petersburg by Jenny “Kanäle, blaue Türme und ein Lift von 1950”

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Aussicht auf St. Petersburg von der Kathedrale St. Isaak

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Eremitage                             Auferstehungskirche            Russische Kleidung

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Auf den Kanälen

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Dreifaltigkeitskathetrale     U-Bahn Station

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Peterhof (Sommerpalast von Peter dem Grossen)

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                                             Angst einflössender Lift         0.7l Wasser = Fr. 13.-                                                                                            Vorspeise    = Fr. 5.-

St. Petersburg by Nicola: Lange Nächte, High-Heels und teure Flaschen

Was für euch jetzt vielleicht klingt, als ob wir rauschende Partys gefeiert hätten, ist in Tat und Wahrheit die Beschreibung dreier Dinge, welche uns an St. Petersburg aufgefallen sind.

Dank der nördlichen Lage sind die Tage in St. Petersburg während den Sommermonaten erheblich länger als in der Schweiz: die Sonne geht „normal“ um ca. 05:30 auf, richtig dunkel wird es aber erst nach 23:00. Dank dieser Tatsache kann man auch einmal etwas länger schlafen und hat trotzdem noch etwas vom Tag Dies gilt insbesondere auch, wenn man die ganze Nacht von blutgierigen, nimmersatten Mücken geplagt worden ist oder die Tochter der russischen Bettnachbarin im Schlafsaal morgens um sechs während zweier Stunden ihre Haare bürstet J

Generell legen die Russinnen in St. Petersburg grossen Wert auf ihr Erscheinungsbild, wobei so manche Europäerin diesen Stil aufgrund von extrem hohen Absätzen und mindestens genau so kurzen Röck(ch)en wohl als anrüchig bezeichnen würde.

Genauso gewöhnungsbedürftig ist auch die Preisgestaltung in den Restaurants: Während eine Mahlzeit (Vorspeise und Hauptgang) im Durchschnitt pro Person etwa 20 – 30 Franken kostet, kann eine gewöhnliche Flasche Wasser das Budget schon einmal mit knapp 10 Franken belasten! Vodka und Bier wären da schon wesentlich billiger!

Natürlich haben wir die Zeit in St. Petersburg nicht nur mit essen und schlafen verbracht, sondern auch so einiges gesehen, wobei mir insbesondere die Auferstehungskirche, sowie der ehemalige Palast von Zar Peter (Peterhof) gefallen haben.