Myanmar by Jenny: Land der Freundlichkeit

Yangon

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Am Bahnhof von Yangon

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Während der Zugfahrt

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Super Essen in einem Marktrestaurant

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Shwedagon-Pagode

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Nonnen in ihren rosaroten Roben

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Jeder Wochentag hat seine eigene Gebetsecke, in welcher – abhängig vom Tag der Geburt – Opfer erbracht und Bitten geäussert werden

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Pagode aus Gold; leuchtet von weit her so, dass bis 2003 noch Tiger vorbeikamen

Mandalay

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Auf den Strassen von Mandalay

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Das Treiben auf der U-Bein-Brücke inklusive Sonnnenuntergang vom Boot aus

Bagan

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Unsere super Unterkunft

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Das ist die normale Menschenmasse für ein Sammeltaxi (Frauen dürfen nicht aufs Dach)DSC01056BDSC01342B

1 Tag mit dem E-Roller und ein 1 Tag mit dem Fahrrad in Bagan unterwegs

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Verschiedenste Pagoden von innen und traumhafte Ausblicke von ihren Dächern

Bangkok by Nicola: Stadt der (B)Engel?

Nach mehr als einem Jahr Arbeit und „normalen“ Ferien, d.h. in der Nähe unseres Wohnortes und in bekannten Kulturkreisen, ist für drei ganze Wochen endlich wieder einmal eine Kur gegen das dauernde Fernweh angesagt: es geht nach Südostasien!

Unser erstes Ziel dabei ist eine Metropole, welche wir trotz acht Monaten Asien auf unserer Weltreise nie besucht haben: Bangkok, „Stadt der Engel“, voll von Wiedersprüchen: Luxusshopping in den grössten Malls von Südostasien direkt neben traditionellen, ärmeren Vierteln; Buddhistische Tempel in der Nachbarschaft der legendären Kao San Road oder von Bordellen; einfaches Essen an Strassenständen neben 5-Sterne-Palästen mit westlichen Menüs; in der BTS (Magnetschwebebahn) Mönche neben Bankern… Die Aufzählung könnte beliebig fortgesetzt werden.

Da unsere Ferien – im Gegensatz zur Weltreise – auch genügend Erholung bieten sollten, steigen wir während unseres Südostasientrips nicht mehr wie gewohnt in Hostels ab, sondern gönnen uns etwas bessere Hotels. Und weil Bangkok flächenmässig gigantisch ist, gabs als erstes ein Zimmer mit Aublick: im 32ten Stock eines Hotels in der Nähe des Chaopraya-Flusses wurde rundum für unser Wohl gesorgt und sogar vom Pool aus (im 14ten Stock) hatten wir einen sensationellen Blick über die Umgebung. Aber trotz feinem Essen und gutem Service hat es uns natürlich nicht lange im Hotel gehalten.

Dank unmittelbarer Nähe zur BTS sollte die Erkundung der Megacity auf eigene Faust leichtfallen – dachten wir zumindest… Leider hat uns dabei das unlogische Verkehrssystem von Bangkok einen Strich durch die Rechnung gemacht: neben dem Strassenverkehr, dessen Teilnehmer 24 Stunden am Tag im Stau stehen, gibt es die BTS, die südlichen Metrolinien, die nördliche Metro und die Busse, wobei alle Transportmöglichkeiten von einer anderen Gesellschaft betrieben werden, so dass Umsteigen, Tarifsystem, etc. sehr mühsam und intransparent sind. Da Bangkok an den Ufern von zwei grossen Flüssen liegt, werden die ganzen klassischen Transportmittel durch Boote ergänzt, welche regelmässig zwischen fixen Stationen verkehren. Weil die Sehenswürdigkeiten, welche wir anschauen wollten, alle besser per Schiff zu erreichen sind, waren wir auch regelmässige Nutzer dieser Kähne. Damit haben wir den Wat Poh – bekannt für seinen gewaltigen liegenden Buddha – und den Wat Arun besucht, wobei uns insbesondere an den ersten Tagen die Hitze verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit schon noch etwas Probleme bereitet hat.

Auch den bekannten Königspalast mit seinen vielen goldenen Tempeln und Heiligtümern haben wir auf diesem Weg besucht. Neben den eindrücklichen Gebäuden waren wir aber vor allem über die extrem strenge Durchsetzung der Kleiderregeln erstaunt: obwohl wir – wie überall in Asien – schulter- und kniebedeckende Shirts und Hosen trugen, mussten wir uns „angemessene Kleidung“ ausleihen, weil Jennys Top angeblich transparent und Nicolas Hose zwei Milimeter (!!!) zu kurz waren 🙂 Im Inneren des Palastes sind wir dann aber auf Leute gestossen, welche das Sightseeing richtig anstrengend machen: hunderte von Chinesen auf Gruppenreise!

Von so viel geballter Anstandslosigkeit (spucken, drängeln, schieben) muss man sich zuerst einmal wieder erholen.Und so gings im Anschluss an die Kao San Road, ihres Zeichens Backpacker-Hochburg, Paradies für Fälscher jeglicher Art, Zentrum des Nachtlebens, etc. Allerdings waren wir nach unserem Besuch eher ein bisschen enttäuscht, stimmen aus unserer Sicht viele dieser Klischees doch eigentlich nicht: die angeblichen Backpacker waren (unserem geschulten Auge nach zu urteilen) normale Pauschaltouristen, von Rotlichtmilieu fehlte jede Spur und gefälschte Pässe gabs auch nicht an jeder Ecke… Dafür haben wir ein weiteres kulinarisches Highlight für uns entdeckt: geröstete Heuschrecken. Leicht gesalzen schmecken sie wie Chips, sind aber wesentlich gesünder und enthalten erst noch viel Eiweiss. Die Forderung der WHO nach Verzehr von mehr Insekten können wir hiermit nur unterstützen 🙂

Den letzten Tag verwendeten wir für die Besichtigung des Lumpini Parks (ähnlich wie Central Park in NYC; mit grossem See) und einem Besuch der Sirocco-Skybar auf dem Lebua State Tower. Bekannt aus dem Film „Hangover 2“, war für uns das Ganze eher etwas enttäuschend, weil die Terrasse aufgrund von Regen geschlossen war und man für die Preise der Cocktails in Thailand schon fast ein Auto kaufen könnte! Also nur bei schönem Wetter machen!

Bangkok by Jenny: Endlich wieder in Asien

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Bangkok von oben, mit 24 Stunden Stau und 3 verschiedenen Zugsystemen

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Lumpini Park mit einer Telefonzelle für Zwerge Smiley

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Chaopraya Fluss mit dem Wat Arun

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Liegender Buda im “Wat Po”

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Königspalast mit fast so viel chinesischen Touristen wie in China

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Die berüchtigte Kao San Road mit Heuschrecken auf dem Markt (weitere Details im kommenden Essens-Blog)

Schluchsee: Geschichten vom "Zipfel-Bob", Fahrradtouren für Faule und Haute-Cuisine im Schwarzwald

Anlässlich von Jennys Geburtstag hat Nicola als Überraschung einen Kurztrip übers Wochenende organisiert. Zwar ging es nicht – wie zu Verwirrungszwecken im Vorfeld angekündigt – auf eine Yacht, welche über diverse Schweizer Flüsse und Seen bis an den Fusse des Jungfrauchjochs fahren würde (jaja, eine wilde Geschichte 🙂 ), dafür aber immerhin an den höchstgelegenen Stausee von Deutschland im Schwarzwald.

Dort liessen wir uns von der Küche (fast Haute-Cuisine) und dem Personal des äusserst empfehlenswerten „Parkhotel Flora“ verwöhnen und nutzten ausgiebig den schönen Wellnessbereich. Damit nicht nur Kalorien angesetzt wurden, war natürlich auch Bewegung an der frischen Luft angesagt. Und im Schwarzwald befindet man sich diesbezüglich praktisch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: an die hundert gut ausgeschilderte und erschlossene Wanderwege laden zu – teils mehrtägigen – Wanderungen ein. Ähnliches gilt auch für das wunderbare Netz an Fahrradwegen, welche man – so wie wir – auch mit der „Variante für Faule“, sprich einem E-Bike, befahren kann. Und alle paar Kilometer trifft man auf eine Gaststätte mit gutem Essen und gebrannten Getränken aus Eigenproduktion.

Möchte man lieber in der unmittelbaren Gegend um den Schluchsee bleiben, gibt es auch dort zahlreiche Outdoor-Aktivitäten neben und auf dem Wasser. Ein Highlight bei den letzteren ist zweifellos die Miete eines Bötchens mit Elektromotor (auf dem Schluchsee sind Benzinmotoren verboten)! Mit diesen cruist man dann ganz gemütlich von Strand zu Strand. Und wenn man dann noch nicht genug hat, kann man auf einem „Zipfel-Bob“ (hehe; ein Schlitten mit „Joystick“ oder eben Zipfel) wagemutig den Berg bzw. die Wiese herunterbrausen.

Fazit: Für Wochenendausflüge von Basel aus (ca. eine Fahrstunde) ideal!

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Unser Hotel

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Super Essen

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E-Velo-Tour zu einem Gletschersee und um den Schluchsee

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Mit dem Elektroboot auf dem Schluchsee

Dascio by Jenny & Nicola: Fast wie am Meer

Bereits zum dritten Mal sind wir für einen Kurzurlaub an den schönen Comer See gefahren. Ursprünglich haben wir uns die Region ausgesucht, weil man innert einer (von Basel aus) vernünftigen Fahrzeit von rund vier Stunden in einer wärmeren und vor allem (in der Theorie) windigeren Region mit See ist, auf welchem sogar das Kitesurfen erlaubt ist. Allerdings ist das mit dem Wind – wie fast überall, wenn man einmal von den ultimativen, weit entfernten Kiterevieren absieht – so eine Sache: manchmal ist er zu stark, zu schwach, aus der falschen Richtung oder gar nicht da. Kurzum, wirklich kiten kann man im Schnitt etwa jeden vierten Tag während der Windsaison (Mai-Oktober).

Glücklicherweise ist man hier jedoch in Italien und warm ist es auch, so dass man auch einfach am Strand liegen, spazieren oder wandern, paddeln, shoppen und vor allem ESSEN kann Smiley Dolce Vita pur! Und alles noch zu einem sehr vernünftigen Preis. Passend unterstützt wird das ganze Feeling noch durch unsere Lieblings-Herberge, wo wir mittlerweile schon fast zum Inventar gehören und darum auch gewisse Sonderbehandlungen geniessen: Frühstück um 11 (offiziell spätestens bis 10), Limoncello aufs Haus nach dem Abendessen oder eine Weinflasche als Abschiedsgeschenk! Ach, wie schön kann es doch auch in der Nähe von Basel sein Zwinkerndes Smiley

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Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah?

Zum zweiten Mal innert kurzer Zeit zieht es uns in den Schnee. Dieses Mal – wie es sich für „richtige“ Schweizer gehört – jedoch in die – verglichen mit Finnland ebenfalls „richtigen“ – heimischen Berge zum Ski- (Jenny) bzw. Snowboardfahren (Nicola), konkret nach Veysonnaz. Dieses idyllische Skiörtchen liegt am Rande des „4 Valées-Skigebiets“, seines Zeichens das zweitgrösste der Schweiz. Am anderen Ende der insgesamt 412 Pistenkilometern liegt der renommierte Wintersport- und Celebrity-Ort Verbier, den wir uns aber nicht leisten wollen. Wer will schon irgendeinen englischen Prinzengockel oder noch Schlimmeres auf der Piste treffen?

Trotz miserabler Wettervorhersage war das Wetter sensationell und über die Verhältnisse der Pisten können wir uns auch nicht beklagen, ganz abgesehen davon, dass wir diese sehr oft für uns alleine hatten… Der Nebensaison sei Dank, hatten wir somit einen Luxus, den sich auch die Reichen nicht leisten können 🙂 Und den Sonnenbrand im Bergrestaurant gab es obendrein noch gratis dazu…

Da Veysonnaz nicht St. Anton ist und in der Nebensaison auch keine Bar geöffnet hat, funktionierten wir nach dem Skifahren des Öfteren den sonnenbeschienenen Balkon in unsere ganz private Aprèski-Location um, inklusive lauter Musik (waren ja keine Nachbarn da 🙂 ) und Drinks aus Eigenproduktion.

Dieses klassische Winterferienprogramm wurde durch einen Wellness-Ausflug nach Leukerbad und eine Snowkite-Session auf dem Simplonpass ideal ergänzt. Ach ja, auf exotisches Essen mussten wir auch nicht verzichten, kochen wir inzwischen doch ganz passabel viele Gerichte der asiatischen Küche: Exotik und Skifahren sind eben doch vereinbar…

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Lappland by Nicola: Es werde Licht…oder vielleicht auch nicht

Und endlich sind wir wieder unterwegs! Wer nun denkt, dass wir unsere Zelte in der Schweiz abgebrochen und uns zu einer weiteren Weltreise aufgemacht haben, liegt falsch – die Weltreise ist definitiv (leider) vorbei. Trotzdem haben wir ja ab und zu “normale” Ferien (knapp fünf Wochen pro Jahr, um genau zu sein), welche fleissig genutzt werden wollen, um weitere Orte zu erkunden.

Da wir im Laufe der Weltreise vornehmlich Länder mit gemässigten bis warmen Temperaturen besucht haben, sollte es dieses Mal in einen lebensfeindlicheren Teil unserer schönen Erde gehen. Und weil wir noch nie Polarlichter gesehen haben, fiel spontan der Entscheid, Neujahr in Saariselkä zu verbringen. Was, noch nie gehört? Diese 1’200 Kilometer nördlich von Helsinki gelegene Metropole im finnischen Lappland hat (angeblich) 11 Skipisten (alle am gleichen Hügel, welcher ganze 718 Meter hoch ist), einen Laden und einen Bankomaten und beherbergt mehrere 100’000 Einwohner. Allerdings haben 99.99% davon vier Beine und tragen Pelz und Geweih. Die 311 verbleibenden Zweibeiner leben vor allem vom Tourismus (der Ort hat mehr als 10’000 Betten), etwas Rentierzucht und der Fischerei. Die “Lappen” bzw. “Samen” genannte Bevölkerung ist im Schnitt sehr gross gewachsen, hat dunkles Haar, blaue Augen und spricht ein gewöhnungsbedürftiges (aber grammatikalisch sehr gutes) Englisch, welches ähnlich betont wird, wie die lokal gesprochene Sprache. Es sind eher zurückhaltende Menschen, jedoch äusserst freundlich und hilfsbereit, was doch erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass sich die Sonne während einem grossen Teil der Wintermonate wenig bis gar nie zeigt. Zumindest Nicola wäre in dieser Gegend ein miserabler Gastgeber, war er doch schon nach knapp einer Woche Aufenthalt mit “Sonnenentzug” teilweise so unausstehlich, wie ein junger Husky dessen Schlitten gebremst wird 🙂

Statistisch gesehen sollte es zwischen Dezember und Januar auch etwas kühler werden (so um die minus 30 Grad). “Leider” war die Eiszeit einige Tage vor unserer Ankunft (es hatte anscheinend sogar minus 42 Grad) bereits vorbei und wir verbrachten die Zeit bei warmen minus 15 bis minus 8 Grad! Da war die im Hotelzimmer integrierte Privatsauna ja fast überflüssig! Immerhin konnten wir darin die eingenommen Kalorien des exzellenten lappischen Essens (Rentier, Lachs, Weissfisch, etc.) wieder abschwitzen. Generell ist diesbezüglich zu erwähnen, dass die Mahlzeiten hier unsere Erwartungen immer übertroffen haben, sind doch auch so einfache Gerichte wie Pizza und Hamburger dank der Verwendung von lokalen Zutaten wie Rentierfleisch oder Lachs immer mit einem “Spezialitäten-Touch” versehen. Da die wirklich exklusiven Gerichte auch entsprechend kosten (ein klitzekleines Rentierfillet kostet im Restaurant ohne Beilagen 32 Euro), kam uns das Silvesterbuffet wie gerufen, da dort zahlreiche lokale Leckereien inbegriffen waren! Dank diesem Umstand konnten wir auch darüber hinwegsehen, dass sowohl die Finnen, wie auch die anderen Touristen definitiv nicht zur Gattung “Partytier” gehören und wir am Neujahrabend um 21:00 (!!!) bereits die letzten im Restaurant waren.

Da die nordischen Tage innerhalb des Polarkreises wie bereits erwähnt nicht zu den längsten gehören – Tageslicht in Form von Dämmerung gibt es während knapp vier Stunden, die Sonne zeigt sich nie – will das Sightseeing-Programm gut geplant sein. Und so haben wir am ersten Tag des neuen Jahres den unglaublich hohen Gipfel des Skigebietes bei eisigem Wind mit Schneeschuhen erklommen. Dieser vermittelte uns aufgrund seiner Kargheit und der vorherrschenden Sturmböen etwas das Gefühl, auf einer Expedition zum Nordpol zu sein. Etwas weniger kalt und anstrengend ging es am nächsten Tag bei einer Schneemobilausfahrt zu einer Rentierfarm zu und her. Mit motorradähnlichem Feeling und Hand- und Fussheizung düsten wir durch die wunderschöne Winterlandschaft, ab und zu nur ausgebremst durch Japaner, welche wohl “vorsichtig Fahren” mit Tempo 10 gleichgesetzt haben 😉

Auch der Ausflug am nächsten Tag war mit den Schneemobilen. Dieses Mal ging es jedoch an einen nahegelegenen See zum Eisfischen. Was aufregend klingt, ist zu Beginn anstrengend (Loch bohren), dann langweilig (warten, warten, warten) und in unserem Fall zuletzt frustrierend, weil trotz “Stereofischens” von Nicola keiner angebissen hat. Hungern mussten wir trotzdem nicht, hatte unser Guide doch “zufälligerweise” ein paar lappische Würste (Mischung aus Schweine- und Rindfleisch) im Gepäck, welche er uns am Lagerfeuer servierte. Ein Schelm wer denkt, dass in dem See gar keine Fische leben…

Die leckeren Würstchen sollten wir übrigens nicht zum letzten Mal gegessen haben, wurden sie doch auch auf einer abendlichen Tour zum Auffinden von Nordlichtern serviert. Gehört hier wohl zum Standardprogramm für Touren, deren “Ziel” nicht erreicht wurde: Nordlichter haben wir nämlich keine gesehen, da es bewölkt war und geschneit hat 😦

Das Wetterglück war uns – abgesehen davon, dass es nicht ganz so kalt war – sowieso nicht hold, haben wir doch während den gesamten sechs Tagen kein einziges Polarlicht gesehen! Dafür wurden wir jedoch auch am letzten Tag mit einer exzellenten Tour entschädigt: mit sechs “HS” (Hundestärken) ging es für vier Stunden durch die verschneite Heimat von “Santtichlaus”. Abgerundet wurde das Programm mit einer vorzüglichen Lachssuppe und dem Halten der kleinen Huskies. Ein Bubentraum von Nicola ist in Erfüllung gegangen.

Und so können wir abschliessend trotz unerfüllter “Hauptmission” das Abenteuer Lappland sehr empfehlen. Und auch die stetige Dunkelheit macht das Erlebnis ganz speziell, auch wenn wir nun froh sind, die Sonne seit einer Woche wieder einmal zu sehen.

Lappland by Jenny: Zu Besuch bei Santtichlaus

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Nach Ankunft im verschneiten Ivalo direkt in die eigene Sauna im Hotelzimmer

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Prost mit finnischem Vodka und einem super Silvesteressen (Lachs, Rentierfleisch, Kaviar, Pilzsalat, etc.) auf das neue Jahr

Schneeschuhtrekking

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Lieber nicht mit dem Fahrrad Smiley

Schneemobil fahren

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Toilette unterwegs

Rentierschlitten fahren

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Feuerchen um sich nach der eisigen Kälte aufzuwärmen

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Traditionelles Morgenessen (verschiedene eingelegte Fische, Honig,     Schimmelkäse und dunkles Ruuchbrot)

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Eine Iglubar

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Leider hat kein Fisch angebissen beim Eisfischen, die lappischen Würstchen     vom Feuer waren auch sehr gut, mhhh

Das war anstrengend

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Lachssuppe                                            Lachsburger

Hundeschlittenfahren

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Sibirische Huskies

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Huskies aus Alaska

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Die Bankräuber sind mit dem Hundeschlitten unterwegs

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6 Monate alter Husky

Was kostet die Welt?

Lange hat es gedauert, endlich ist sie da: die Antwort auf die Frage, was man im Jahr 2013 an Ausgaben in den verschiedensten Ländern der Welt ungefähr budgetieren muss. Dieser Artikel dürfte deshalb insbesondere für Personen von Interesse sein, welche selbst einen Trip in eines oder mehrere der besuchten Länder planen.

Prinzipiell ist anzumerken, dass wir wohl am ehesten in die Kategorie der sog. “Flashpacker” einzuordnen sind: zwar sind wir praktisch durchs Band in einfachen Unterkünften und Hostels abgestiegen, als Paar mit einem gewissen Bedürfnis nach Privatsphäre haben wir in einem Grossteil der Fälle aber ein Doppelzimmer dem Dorm vorgezogen. Ab und zu gönnten wir uns sogar den Luxus eines Zimmers mit eigenem Bad 🙂 Bei der Benutzung der Verkehrsmittel haben wir uns in der Regel an den Einheimischen orientiert: in Asien sind wir oft Bahn gefahren, in Südamerika meistens Bus. Aber auch hier haben wir aus Gründen der Sicherheit (wer will schon mit einem betrunkenen Busfahrer unterwegs sein) und des Komforts (chinesische “hard seat – Abteile” bzw. deren Äquivalent in Indien sind nun einfach nicht besonders toll…) des öfteren eine etwas höhere Buchungskategorie oder einen Anbieter mit höherem Renommee gewählt (z.B. “Cruz del Sur” in Peru, etc.). Ausserdem haben wir in Südostasien einige Inselstaaten besucht (Indonesien, die Philippinen, malaysisch Borneo und Brunei), wo man die Wahl zwischen Boot oder Flugzeug hat. Da die Boote in diesen Ländern wohl noch nie einen Mechaniker gesehen haben und wir nicht auf Biegen und Brechen für einige wenige Dollar unser Leben riskieren wollten, sind wir dort regelmässig geflogen. Air Asia und Cebu Pacific sei dank, ist aber auch das ziemlich kostengünstig möglich. In Punkto Essen waren wir dafür sehr anspruchslos, haben viel selbst gekocht oder uns bei den Strassenständen vor Ort verpflegt, weshalb dieser Punkt nie gross das Portemonnaie belastet hat…

Nun wollen wir aber euch nicht länger auf die Folter spannen und präsentieren euch eine Tabelle mit den einzelnen Ländern, dem Budget in Schweizer Franken pro Tag und Person (alles inklusive; auch Aktivitäten wie Ausflüge, Tauchen, Kitesurfen, etc.), sowie wichtigen Anmerkungen dazu.

Land Tagesbudget pro Person Anmerkungen
Russland CHF 68.- Dieser Preis enthält NICHT die Kosten für den Transsib
Mongolei CHF 50.- Grösster Teil der Zeit auf einer All-Inklusive-Tour verbracht
China CHF 40.- Auf Inlandflüge sollte man aus Kostengründen verzichten
Südkorea CHF 140.- Die Kosten sind so hoch ausgefallen, weil sich der (sehr teure) Flug nur auf einen einwöchigen Aufenthalt bezieht
Hong Kong CHF 130.- Coole aber teure Stadt
Indien CHF 28.- Sehr günstiges Land, solange man immer den Zug nimmt
Philippinen CHF 108.- Es gibt mehrere Gründe für die hohen Kosten: Inselstaat mit vielen Flügen, Weihnachten & Sylvester, eine Woche Kitesurfen auf Boracay; ansonsten aus unserer Sicht das Land mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis der Welt
Malaysia CHF 67.-
Indonesien CHF 57.- Einige Flüge, in den letzten Jahren enorm gestiegene Preise (allein von 2011 auf 2012 ca. 80%!!!), Tauchen auf Gili
Brunei CHF 40.- Anreise beinhaltete keinen Flug, da wir von malaysisch Borneo anreisen konnten (Boot)
Australien CHF 120.- Aufenthalt während Höchstsaison, Miete eines 4×4-Offroad-Campers während rund drei Wochen
Franz. Polynesien CHF 91.- Flüge sollte man unbedingt mit dem Airpass abwickeln (Flugpauschale)
Osterinsel CHF 83.- teurer Eintritt in den Nationalpark, welcher aber u.U. vermieden werden kann
Argentinien CHF 110.- Wenn einem erst im Nachhinein gesagt wird, dass man Geld UNBEDINGT auf dem Schwarzmarkt wechseln sollte, da man dann einen viiiiieeeel besseren Wechselkurs erhält, ist das schon frustrierend!
Chile CHF 90.- inklusive Tour im Salar de Uyuni (Bolivien nicht separat aufgeführt)
Ecuador CHF 97.- Enthält 10 Tage Galapagos inkl. teuren Flügen und 150 Dollar NP-Eintritt pro Person!
Dominikanische Rep. CHF 120.- Nicht mehr unter Kategorie “Backpacking”: 5-Sterne-Hotel und 14 Tage JEDEN Tag Kitesurfen
Miami CHF 140.- Wohl eine der teuersten Städte der Welt, praktisch keine Hostels in Miami Beach

Was abschliessend unbedingt noch erwähnt sein soll: alle oben genannten Preise enthalten Unterkunft, Verpflegung, Aktivitäten und Transport vor Ort inklusive aller Flüge MIT AUSNAHME der Flüge im RTW-Ticket (HK-Delhi; Mumbai-Singapur; Singapur-Sydney; Sydney-Alice Springs; Brisbane-Papeete; Papeete-Osterinsel; Osterinsel-Santiago; Santiago-Buenos Aires; Quito-Miami; Miami-London), welches insgesamt CHF 7’200.- pro Person gekostet hat! Ausserdem muss einem bewusst sein, dass auch während der Abwesenheit ZUHAUSE viele Kosten anfallen, wie bspw. Versicherungen, Einstellgebühren für Möbel, etc.

Wir hoffen, dass wir euch ein bisschen weiterhelfen konnten und stehen gerne für detailliertere Fragen zum Budget zur Verfügung.

Joggeli auf Weltreise Teil 6

Nachdem unser geliebter Reiseleiter seine üble Höhenkrankheit mit viel Mate de Coca in den Griff bekommen hat, führt er uns im letzten Abschnitt unserer Weltreise zu den alten Inkas, schrecklichen Urzeitechsen und zu Starbucks Smiley

Peru- Schweiz

 Puno bis Miami

Peru (Andean Explorer)
P1080059 Weil Südamerika für einen so kleinen Kerl extrem gefährlich ist, weicht der Bodyguard nie von Joggelis Seite. Aber wieso nur grinst der Kerl so dämlich? Da hat ja keiner Angst…
Peru (Machu Picchu)
P1080187 Zum Glück sind die Inkas schon längst ausgestorben. Sonst würden sie ihren Göttern noch ein “Joggeli-Opfer” darbringen.
Galapagos
P1080779 Gerne hätte Joggeli dieses schreckliche Biest geritten. Dummerweise hatte die Echse Angst vor dem blauen Mann und ist immer in sicherer Entfernung geblieben.
Dominikanische Republik
P1090451 Die Luxusjacht von unserem Reiseführer ist für seine Grössenverhältnisse riesig. Für uns beide bot sie aber zu wenig platz. Und rudern muss man auch noch selber!
Miami
P1090511 Die Silikonbrüste, welche ursprünglich Joggelis “Sightseeing-Highlight” in Miami werden sollten, haben sich wegen des schlechten Wetters drinnen verkrochen. Deshalb gabs dann halt ein anderes typisches Symbol amerikanischer Lebenskultur als Fotomotiv.
Joggeli ist wieder in der Schweiz
P1090519 Die Welt wurde erfolgreich erobert, Mission erfüllt. Doch kaum zu hause, heckt Joggeli bereits wieder grosse Pläne aus. Wo es hingehen wird, hat er uns aber noch nicht verraten.