Istanbul: Tor nach Asien oder Europa–je nach Perspektive

An welchem Ort kann man in kürzester Zeit (ein Wochenende) Moscheen UND Kirchen anschauen, asiatisch, arabisch UND europäisch essen, Schnee am Meer erleben (bei uns nicht der Fall; kommt aber öfters vor), Sultan- UND Königspaläste besichtigen, eine Schifffahrt machen UND die Teilnehmer eines Marathons anfeuern, die grössten Basare der Welt erkunden UND nebenan in den vornehmsten Boutiquen der Pariser Modelabels shoppen, etc. ? Auf diese Frage gibt es wohl nicht allzu viele Antworten. Eine kennen wir nach unserem Weekendtrip in eine der faszinierendsten Städte Europas – oder eben doch Asiens? – nun aber: in Istanbul!

Beide wollten wir schon längere Zeit einmal dorthin, endlich haben wir es geschafft. Und wir werden irgendwann wiederkommen. Bis dahin erfreuen wir uns an den Bildern zu dieser tollen Stadt (weiter unten) und an unserem exklusiven Souvenir, welches irgendwie ebenso schräg ist, wie Istanbul selber: einer Fruchtpresse. Ja, richtig gelesen, eine Fruchtpresse! Solide europäische Werksarbeit (mechanisch und mit Bleisockel; die Presse wiegt 15 Kilo), gepaart mit asiatischem Abenteuer bei Beschaffung und Transport. Wie das?

Inspiriert wurden wir durch ein ähnliches Modell beim Frühstücksbuffet unseres Hotels. Von dieser Presse sehr angetan, begaben wir uns am Tag unserer Abreise noch auf einen der grössten türkischen Basare (nicht den ganz grossen; der ist für Touristen Smiley ). Dort wurden wir rasch fündig und handelseinig. Viel schwieriger gestaltete sich jedoch der Rücktransport in die Schweiz: nach (!!!) der Passkontrolle und damit auch nach der Ausreise aus dem Land, wurde uns die Presse von einem Zollbeamten weggenommen. Trotz heftiger Diskussion und Hinweis darauf, dass der (zugegebener weise etwas seltsame) Transport einer Fruchtpresse im Handgepäck nirgends explizit verboten ist, blieb der Typ stur. Nach Beschwerde beim Informationsstand wurden wir dennoch kreuz und quer von Tresen zu Tresen durch den ganzen Flughafen (inklusive dem Teil, welchen wir aufgrund der Tatsache, dass wir bereits ausgereist waren, gar nicht mehr hätten betreten dürfen) geschickt, vertröstet, ermuntert oder um ein kleines “Trinkgeld” gebeten. Nach mehr als einer Stunde kehrten wir entmutigt zurück an den Ausgangspunkt und hatten dort ausnahmsweise doch noch Glück: der diensthabende junge Polizist, welcher die Oberaufsicht über die Sicherheitskontrolle hatte, war so gelangweilt von seinem Dienst, dass er unsere Geschichte von der konfiszierten Fruchtpresse herrlich unterhaltsam fand. Als wir ihn dann noch auf die – unter den Mitarbeitern der “Infostände” weitverbreiteten – Korruption ansprachen, hatte er Mitleid mit uns und holte die Presse aus dem Lager zurück. Und so geniessen wir regelmässig frisch gepressten Fruchtsaft und träumen von einer weiteren Reise nach Istanbul…

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2 Moscheen und doch so verschieden (Hagia Sophia und Sultan Ahmed)

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Sultan Ahmed (blaue Moschee) ist die Hauptmoschee in Istanbul und klassisch ausgerüstet mit Gebetsteppichen (inkl. dazugehörigem Fussgeruch Smiley)

 

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Hagia Sophia war früher eine byzantinische Kirche, dann eine Moschee und heute ein Museum, weshalb das Aussehnen im Inneren eine Mischung aus Kirche und Moschee ist

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Das spezielle Stadtbild von Istanbul; Kuppeln von Moscheen

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Der Topkapi-Palast, schwer bewacht hinter roten Rosen, war jahrelang Wohn- und Regierungssitz des Sultans, sowie das Verwaltungszentrum des osmanischen Reichs

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Der Hafen von Istanbul mit seinen asiatischen Imbissbuden, welche auf Schiffen stehen und die Bosporusbrücke, welche Europa und Asien verbindet

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Gemütlicher Apéro in der ehemaligen Wasseraufbereitungsanlage von Istanbul (Cysterne Basilica) und super türkisches Essen in einem Restaurant wie in Tausend und einer Nacht

Kulinarisches von Thailand und Myanmar

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Was: Typisch burmesisches Morgenessen
Wo: Yangon
Fazit: Sehr einfacher, aber idealer Start in den Tag
Was: Diverse burmesische Spezialitäten vom Markt
Wo: Yangon
Fazit: Herrlich, wenn man sich durch das Sortiment schlemmen kann
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Was: Myanmar-Bier
Wo: Bagan
Fazit: Auch bei den konservativen Burmesen wird ein kühles Blondes nicht verachtet
Was: Sushi
Wo: Ko Samui
Fazit: Zum Glück wird der Fisch für Sushi roh gegessen (es gab gerade einen längeren Stromausfall)
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Was: Curry in ausgehöhlter Ananas
Wo: Strand von Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Lecker, aber verursachte “flotte Verdauung”
In der indischen Kochschule
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Was: Indisches Kochstudio
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Meister “DD’s” Reich
Was: Mango-Lassi
Wo:Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Selbst zubereitet schmeckt es eben doch am besten
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Was: Gerwürze (Gelbwurz, Anis, Koriander, Garam-Masala, Königskümmel, rotes Curry-Pulver, Chat-Masala, etc.)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Da müssen wir für die heimische Küche aber ganz schön viel beschaffen Smiley
Was: Papadum (indisches Brot)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Brot Nr. 1; mit viel Aufwand verbunden
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Was: Raita (Joghurt mit Gurke & Salz)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Der Klassiker unter den indischen Vorspeisen; schnell & einfach
Was: Salsa (indischer Salat mit Tomaten, Gurken & Zwiebeln)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Halt eben Salat…
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Was: Zwiebel-Poor (frittierte Zwiebeln)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Für den guten Geschmack “danach”
Was: Malai Kofta (Teigtasche mit Paneer & Kartoffeln in Curry)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Unser absoluter Favorit
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Was: Aloo Gobi (frittierter Blumenkohl & Kartoffeln)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Wie Blumenkohl, nur besser…
Was: Buri (indisches Brot, frittiert)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Brot Nr. 2; das Lustigste (bei der Zubereitung wirft man kleine Fladen ins heisse Öl worauf sie sich dann von alleine “aufblasen”)
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Was: Chapati (Fladenbrot)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Brot Nr. 3 Das perfekte Sandwich-Brot für die “tolle Rolle”
Was: Matter Paneer (indischer Käse in Curry)
Wo: Chaweng (Ko Samui)
Fazit: Jetzt kennen wir sogar das Rezept für den Käse; adieu “Schabziger”

Der klassisch asiatische Snack für Zwischendurch: (tatsächlich) gut, günstig und von der Weltgesundheitsbehörde empfohlen.

Schluchsee: Geschichten vom "Zipfel-Bob", Fahrradtouren für Faule und Haute-Cuisine im Schwarzwald

Anlässlich von Jennys Geburtstag hat Nicola als Überraschung einen Kurztrip übers Wochenende organisiert. Zwar ging es nicht – wie zu Verwirrungszwecken im Vorfeld angekündigt – auf eine Yacht, welche über diverse Schweizer Flüsse und Seen bis an den Fusse des Jungfrauchjochs fahren würde (jaja, eine wilde Geschichte 🙂 ), dafür aber immerhin an den höchstgelegenen Stausee von Deutschland im Schwarzwald.

Dort liessen wir uns von der Küche (fast Haute-Cuisine) und dem Personal des äusserst empfehlenswerten „Parkhotel Flora“ verwöhnen und nutzten ausgiebig den schönen Wellnessbereich. Damit nicht nur Kalorien angesetzt wurden, war natürlich auch Bewegung an der frischen Luft angesagt. Und im Schwarzwald befindet man sich diesbezüglich praktisch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: an die hundert gut ausgeschilderte und erschlossene Wanderwege laden zu – teils mehrtägigen – Wanderungen ein. Ähnliches gilt auch für das wunderbare Netz an Fahrradwegen, welche man – so wie wir – auch mit der „Variante für Faule“, sprich einem E-Bike, befahren kann. Und alle paar Kilometer trifft man auf eine Gaststätte mit gutem Essen und gebrannten Getränken aus Eigenproduktion.

Möchte man lieber in der unmittelbaren Gegend um den Schluchsee bleiben, gibt es auch dort zahlreiche Outdoor-Aktivitäten neben und auf dem Wasser. Ein Highlight bei den letzteren ist zweifellos die Miete eines Bötchens mit Elektromotor (auf dem Schluchsee sind Benzinmotoren verboten)! Mit diesen cruist man dann ganz gemütlich von Strand zu Strand. Und wenn man dann noch nicht genug hat, kann man auf einem „Zipfel-Bob“ (hehe; ein Schlitten mit „Joystick“ oder eben Zipfel) wagemutig den Berg bzw. die Wiese herunterbrausen.

Fazit: Für Wochenendausflüge von Basel aus (ca. eine Fahrstunde) ideal!

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Unser Hotel

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Super Essen

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E-Velo-Tour zu einem Gletschersee und um den Schluchsee

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Mit dem Elektroboot auf dem Schluchsee

Dascio by Jenny & Nicola: Fast wie am Meer

Bereits zum dritten Mal sind wir für einen Kurzurlaub an den schönen Comer See gefahren. Ursprünglich haben wir uns die Region ausgesucht, weil man innert einer (von Basel aus) vernünftigen Fahrzeit von rund vier Stunden in einer wärmeren und vor allem (in der Theorie) windigeren Region mit See ist, auf welchem sogar das Kitesurfen erlaubt ist. Allerdings ist das mit dem Wind – wie fast überall, wenn man einmal von den ultimativen, weit entfernten Kiterevieren absieht – so eine Sache: manchmal ist er zu stark, zu schwach, aus der falschen Richtung oder gar nicht da. Kurzum, wirklich kiten kann man im Schnitt etwa jeden vierten Tag während der Windsaison (Mai-Oktober).

Glücklicherweise ist man hier jedoch in Italien und warm ist es auch, so dass man auch einfach am Strand liegen, spazieren oder wandern, paddeln, shoppen und vor allem ESSEN kann Smiley Dolce Vita pur! Und alles noch zu einem sehr vernünftigen Preis. Passend unterstützt wird das ganze Feeling noch durch unsere Lieblings-Herberge, wo wir mittlerweile schon fast zum Inventar gehören und darum auch gewisse Sonderbehandlungen geniessen: Frühstück um 11 (offiziell spätestens bis 10), Limoncello aufs Haus nach dem Abendessen oder eine Weinflasche als Abschiedsgeschenk! Ach, wie schön kann es doch auch in der Nähe von Basel sein Zwinkerndes Smiley

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Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah?

Zum zweiten Mal innert kurzer Zeit zieht es uns in den Schnee. Dieses Mal – wie es sich für „richtige“ Schweizer gehört – jedoch in die – verglichen mit Finnland ebenfalls „richtigen“ – heimischen Berge zum Ski- (Jenny) bzw. Snowboardfahren (Nicola), konkret nach Veysonnaz. Dieses idyllische Skiörtchen liegt am Rande des „4 Valées-Skigebiets“, seines Zeichens das zweitgrösste der Schweiz. Am anderen Ende der insgesamt 412 Pistenkilometern liegt der renommierte Wintersport- und Celebrity-Ort Verbier, den wir uns aber nicht leisten wollen. Wer will schon irgendeinen englischen Prinzengockel oder noch Schlimmeres auf der Piste treffen?

Trotz miserabler Wettervorhersage war das Wetter sensationell und über die Verhältnisse der Pisten können wir uns auch nicht beklagen, ganz abgesehen davon, dass wir diese sehr oft für uns alleine hatten… Der Nebensaison sei Dank, hatten wir somit einen Luxus, den sich auch die Reichen nicht leisten können 🙂 Und den Sonnenbrand im Bergrestaurant gab es obendrein noch gratis dazu…

Da Veysonnaz nicht St. Anton ist und in der Nebensaison auch keine Bar geöffnet hat, funktionierten wir nach dem Skifahren des Öfteren den sonnenbeschienenen Balkon in unsere ganz private Aprèski-Location um, inklusive lauter Musik (waren ja keine Nachbarn da 🙂 ) und Drinks aus Eigenproduktion.

Dieses klassische Winterferienprogramm wurde durch einen Wellness-Ausflug nach Leukerbad und eine Snowkite-Session auf dem Simplonpass ideal ergänzt. Ach ja, auf exotisches Essen mussten wir auch nicht verzichten, kochen wir inzwischen doch ganz passabel viele Gerichte der asiatischen Küche: Exotik und Skifahren sind eben doch vereinbar…

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Was kostet die Welt?

Lange hat es gedauert, endlich ist sie da: die Antwort auf die Frage, was man im Jahr 2013 an Ausgaben in den verschiedensten Ländern der Welt ungefähr budgetieren muss. Dieser Artikel dürfte deshalb insbesondere für Personen von Interesse sein, welche selbst einen Trip in eines oder mehrere der besuchten Länder planen.

Prinzipiell ist anzumerken, dass wir wohl am ehesten in die Kategorie der sog. “Flashpacker” einzuordnen sind: zwar sind wir praktisch durchs Band in einfachen Unterkünften und Hostels abgestiegen, als Paar mit einem gewissen Bedürfnis nach Privatsphäre haben wir in einem Grossteil der Fälle aber ein Doppelzimmer dem Dorm vorgezogen. Ab und zu gönnten wir uns sogar den Luxus eines Zimmers mit eigenem Bad 🙂 Bei der Benutzung der Verkehrsmittel haben wir uns in der Regel an den Einheimischen orientiert: in Asien sind wir oft Bahn gefahren, in Südamerika meistens Bus. Aber auch hier haben wir aus Gründen der Sicherheit (wer will schon mit einem betrunkenen Busfahrer unterwegs sein) und des Komforts (chinesische “hard seat – Abteile” bzw. deren Äquivalent in Indien sind nun einfach nicht besonders toll…) des öfteren eine etwas höhere Buchungskategorie oder einen Anbieter mit höherem Renommee gewählt (z.B. “Cruz del Sur” in Peru, etc.). Ausserdem haben wir in Südostasien einige Inselstaaten besucht (Indonesien, die Philippinen, malaysisch Borneo und Brunei), wo man die Wahl zwischen Boot oder Flugzeug hat. Da die Boote in diesen Ländern wohl noch nie einen Mechaniker gesehen haben und wir nicht auf Biegen und Brechen für einige wenige Dollar unser Leben riskieren wollten, sind wir dort regelmässig geflogen. Air Asia und Cebu Pacific sei dank, ist aber auch das ziemlich kostengünstig möglich. In Punkto Essen waren wir dafür sehr anspruchslos, haben viel selbst gekocht oder uns bei den Strassenständen vor Ort verpflegt, weshalb dieser Punkt nie gross das Portemonnaie belastet hat…

Nun wollen wir aber euch nicht länger auf die Folter spannen und präsentieren euch eine Tabelle mit den einzelnen Ländern, dem Budget in Schweizer Franken pro Tag und Person (alles inklusive; auch Aktivitäten wie Ausflüge, Tauchen, Kitesurfen, etc.), sowie wichtigen Anmerkungen dazu.

Land Tagesbudget pro Person Anmerkungen
Russland CHF 68.- Dieser Preis enthält NICHT die Kosten für den Transsib
Mongolei CHF 50.- Grösster Teil der Zeit auf einer All-Inklusive-Tour verbracht
China CHF 40.- Auf Inlandflüge sollte man aus Kostengründen verzichten
Südkorea CHF 140.- Die Kosten sind so hoch ausgefallen, weil sich der (sehr teure) Flug nur auf einen einwöchigen Aufenthalt bezieht
Hong Kong CHF 130.- Coole aber teure Stadt
Indien CHF 28.- Sehr günstiges Land, solange man immer den Zug nimmt
Philippinen CHF 108.- Es gibt mehrere Gründe für die hohen Kosten: Inselstaat mit vielen Flügen, Weihnachten & Sylvester, eine Woche Kitesurfen auf Boracay; ansonsten aus unserer Sicht das Land mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis der Welt
Malaysia CHF 67.-
Indonesien CHF 57.- Einige Flüge, in den letzten Jahren enorm gestiegene Preise (allein von 2011 auf 2012 ca. 80%!!!), Tauchen auf Gili
Brunei CHF 40.- Anreise beinhaltete keinen Flug, da wir von malaysisch Borneo anreisen konnten (Boot)
Australien CHF 120.- Aufenthalt während Höchstsaison, Miete eines 4×4-Offroad-Campers während rund drei Wochen
Franz. Polynesien CHF 91.- Flüge sollte man unbedingt mit dem Airpass abwickeln (Flugpauschale)
Osterinsel CHF 83.- teurer Eintritt in den Nationalpark, welcher aber u.U. vermieden werden kann
Argentinien CHF 110.- Wenn einem erst im Nachhinein gesagt wird, dass man Geld UNBEDINGT auf dem Schwarzmarkt wechseln sollte, da man dann einen viiiiieeeel besseren Wechselkurs erhält, ist das schon frustrierend!
Chile CHF 90.- inklusive Tour im Salar de Uyuni (Bolivien nicht separat aufgeführt)
Ecuador CHF 97.- Enthält 10 Tage Galapagos inkl. teuren Flügen und 150 Dollar NP-Eintritt pro Person!
Dominikanische Rep. CHF 120.- Nicht mehr unter Kategorie “Backpacking”: 5-Sterne-Hotel und 14 Tage JEDEN Tag Kitesurfen
Miami CHF 140.- Wohl eine der teuersten Städte der Welt, praktisch keine Hostels in Miami Beach

Was abschliessend unbedingt noch erwähnt sein soll: alle oben genannten Preise enthalten Unterkunft, Verpflegung, Aktivitäten und Transport vor Ort inklusive aller Flüge MIT AUSNAHME der Flüge im RTW-Ticket (HK-Delhi; Mumbai-Singapur; Singapur-Sydney; Sydney-Alice Springs; Brisbane-Papeete; Papeete-Osterinsel; Osterinsel-Santiago; Santiago-Buenos Aires; Quito-Miami; Miami-London), welches insgesamt CHF 7’200.- pro Person gekostet hat! Ausserdem muss einem bewusst sein, dass auch während der Abwesenheit ZUHAUSE viele Kosten anfallen, wie bspw. Versicherungen, Einstellgebühren für Möbel, etc.

Wir hoffen, dass wir euch ein bisschen weiterhelfen konnten und stehen gerne für detailliertere Fragen zum Budget zur Verfügung.

Joggeli auf Weltreise Teil 6

Nachdem unser geliebter Reiseleiter seine üble Höhenkrankheit mit viel Mate de Coca in den Griff bekommen hat, führt er uns im letzten Abschnitt unserer Weltreise zu den alten Inkas, schrecklichen Urzeitechsen und zu Starbucks Smiley

Peru- Schweiz

 Puno bis Miami

Peru (Andean Explorer)
P1080059 Weil Südamerika für einen so kleinen Kerl extrem gefährlich ist, weicht der Bodyguard nie von Joggelis Seite. Aber wieso nur grinst der Kerl so dämlich? Da hat ja keiner Angst…
Peru (Machu Picchu)
P1080187 Zum Glück sind die Inkas schon längst ausgestorben. Sonst würden sie ihren Göttern noch ein “Joggeli-Opfer” darbringen.
Galapagos
P1080779 Gerne hätte Joggeli dieses schreckliche Biest geritten. Dummerweise hatte die Echse Angst vor dem blauen Mann und ist immer in sicherer Entfernung geblieben.
Dominikanische Republik
P1090451 Die Luxusjacht von unserem Reiseführer ist für seine Grössenverhältnisse riesig. Für uns beide bot sie aber zu wenig platz. Und rudern muss man auch noch selber!
Miami
P1090511 Die Silikonbrüste, welche ursprünglich Joggelis “Sightseeing-Highlight” in Miami werden sollten, haben sich wegen des schlechten Wetters drinnen verkrochen. Deshalb gabs dann halt ein anderes typisches Symbol amerikanischer Lebenskultur als Fotomotiv.
Joggeli ist wieder in der Schweiz
P1090519 Die Welt wurde erfolgreich erobert, Mission erfüllt. Doch kaum zu hause, heckt Joggeli bereits wieder grosse Pläne aus. Wo es hingehen wird, hat er uns aber noch nicht verraten.

Kulinarisches von Argentinien bis Miami

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Was: Flüssiges Grundnahrungsmittel (Bier)
Wo: Argentinien
Fazit: Etwas für den grossen Durst (nur 1L-Flaschen erhältlich)
Was: Hot Dog
Wo: Osterinsel
Fazit: Dank den zahlreichen Flöhen unglaublich proteinhaltig, leider aber mit pelzigem Nachgeschmack
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Was: Empañadas (gefüllte Teigtaschen)
Wo: Überall in Südamerika
Fazit: Die gute Alternative für den kleinen Hunger
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Was: Quinoa-Bier
Wo: Bolivien
Fazit: (Fast) alkoholfreie Brühe
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Was: Pisco-Sour (ein Longdrink aus Pisco, Eiweiss, Zitronensaft und Zucker)
Wo: Chile
Fazit: Die etwas andere Form der Eiweissaufnahme
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Was: Früstücksbuffet “American-Style”
Wo: Miami
Fazit: Dank Pappgeschirr das pure Gegenteil von nachhaltig
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Was: Mate de Coca (Tee aus Kokablättern)
Wo: Chile, Peru, Bolivien
Fazit: Wenn Teetrinken high macht
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Was: Pisco-Sour
Wo: Peru
Fazit: Haben wir schon erwähnt, dass wir den mögen?
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Was: Cui (Meerschweinchen)
Wo: Peru
Fazit: Wieso Platz mit einem Käfig verschwenden, wenn man die Viecher auch essen kann?
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Was: Fast-Food à la Galapagos (Fisch mit Reis)
Wo: Galapagos
Fazit: Wenn McAss’ (australische Benennung von McDonalds’) das im Angebot hätte, würden wir regelmässig hinfahren
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Was: Leckere Torten
Wo: Galapagos
Fazit: Nicht nur tolle Viecher haben die hier, backen können die ja auch noch!
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Was: XXL-Margarita
Wo: Miami
Fazit: So gross, dass man den kaum mag. Nen Doggy-Bag sollte es geben
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Was: XXL-Drink im “Doggy-Cup”
Wo: Miami
Fazit: Na bitte, geht doch Smiley
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Was: Rüebli-Törtchen
Wo: das sieht man ja schon der abartigen Verpackungsmenge an oder?
Fazit: Könnte man gleich so in die Vitrine zu hause stellen
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Was: Custom-made Burger
Wo: Im Burgerland
Fazit: So was wollen wir in der Schweiz auch machen können (Burger selbst zusammenstellen)

Joggeli auf Weltreise Teil 5

Dass unser Reiseleiter uns nicht immer nur von Berg zu Tempel zu Stadt jagen will, hat er eindrücklich bewiesen, als er die nächste Destination ausgewählt hat: bevor wir Südamerika in Angriff nehmen, sollen zuerst die Traumstrände des Südpazifiks unsicher gemacht werden. Viel Sommer, Sonne und Meer also.

Ra’iatea (Französisch Polynesien)- Bolivien

Französisch Polynesien und OsterinselOsterinsel bis Puno

Ra’iatea (Franz. Polynesien)
P1050066 “Ich bin genau so blau wie die Lagune…*hehe* Also meine Haut meine ich natürlich…”
Maupiti (Franz. Polynesien)
P1050297 Robinson Crusoe war definitiv blau!
Bora Bora (Franz. Polynesien)
P1050462 Unser Sklaventreiber liess uns des öfteren auch auf einer grossen Banane durch die Lagunen rudern.
Manihi (Franz. Polynesien)
DSCN2821 Hätte Joggeli gewusst, dass sich unter ihm zahlreiche Haie tummeln, wäre er wohl nicht so cool geblieben.
Rangiroa (Franz. Polyneisen)
P1050887 Da das Wetter auf Rangiroa sowieso kacke war, hat sich Joggeli mit unseren Trinkgeldern eine Augen-OP gegönnt.
Fakarava (Franz. Polynesien)
DSCN2825 Inspiriert von den Affen in Thailand, wollte auch unser Reiseleiter einmal Kokosnüsse pflücken. Leider ohne wirklichen Erfolg!
Osterinsel (Chile)
P1060027 Im Gegensatz zu den Moai, welche schön in Reih und Glied stehen, muss sich Joggeli natürlich immer in den Vordergrund drängen.
Buenos Aires
P1060122 Begeistert von den tollen Häusschen, hat auch unser Führer sofort ein Familiengrab bestellt!
Puerto Natales (Chile)
DSCN3020 Das grosse “W” im Torres del Paine Nationalpark war für alle sehr anstrengend. Alle? Nein, der blaue Herr liess sich natürlich immer tragen…
Navimag (Chile)
P1060796 Kleiner Mann ganz gross. Dass wir keinen Eisberg gerammt haben, war aber wohl eher dem “richtigen” Kapitän zu verdanken
Pucon (Chile)
DSCN3141 Weil Joggeli nach dem Mount Kinabalu und den zahlreichen Besteigungen in Indonesien genug von Vulkanen hatte, wurde in Pucon nur gechillt.
Santiago de Chile
P1060907 So ein alter Palast inmitten einer Grossstadt wäre schon was! Da muss man aber schon noch viiiiielll Trinkgeld zusammensparen.
San Pedro de Atacama (Chile)
DSCN3248 Weil Joggeli am Vorabend zu viel Pizza mit Avocado geschlemmt hatte, liess er am Morgen ordentlich “Gas ab”
Salar de Uyuni Tour (Bolivien)
Die vielen Tabletten gegen die Höhenkrankheiten haben bei unserem geschätzten Reiseleiter dazu geführt, dass er irgendwie in der Grösse mutiert…
Puno (Chile)
P1070984 Was die Inkas konnten, kann Joggeli schon lange. Deshalb hat er sich sofort ein adäquates Reittier zugelegt. Dummerweise ist es nur ein Schaf Smiley

Iquique & Grenzüberquerung nach Peru: Von Las Vegas nach Südamerika

Auch die schönsten Zeiten gehen irgendwann zu Ende gehen und so hiess es, Abschied zu nehmen von San Pedro de Atacama. Weil die Reise nach Puno – unserem Endziel der nächsten Etappe – vier Bus- und eine Sammeltaxifahrt mit insgesamt mehr als 20 Stunden reiner Fahrzeit entfernt liegt, haben wir beschlossen, die Strecke in zwei Teile aufzusplitten und einige Nächte in der chilenischen Küstenstadt Iquique zu verbringen. Dieser Entscheid hat sich definitiv gelohnt, haben wir doch unsere geliebte Atacama-Wüste ein weiteres Mal angetroffen – und das Ganze erst noch in einer sehr speziellen Konstellation, geht hier die Wüste doch direkt in den Pazifik über! Die Stadt mit ihren ewig langen Strandpromenaden und Openair(!!!)-Casinos erinnert in diesem Ambiente an eine Mischung aus Venice Beach in LA und Las Vegas, gewürzt mit dem gewohnt coolen chilenischen Lifestyle.

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Die herrliche Strandpromenade mit Openair-Casino vor den Dünen der Atacama-Wüste

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Der örtliche Tierpark klärt auf: endlich können wir die diversen “Spucktiere” unterscheiden

Leider ist Iquique immer noch ein gutes Stückchen von der chilenisch – peruanischen Grenze entfernt. Deshalb geht es am Tag der grossen Grenzüberquerung auch schon morgens um 02:00 los, damit wir den Bus nach Arica, der letzten Stadt in Chile erwischen. War aber nicht weiter tragisch, hat die Meute in unserem Hostel doch an diesem Abend eine zünftige Party gefeiert und wir noch kein Auge zugetan Smiley

Nach rund fünfstündiger Fahrt heisst es dann raus aus dem Bus und rein in das “internationale Terminal”. Was sich gut anhört, entpuppt sich als grosser, chaotischer Parkplatz, auf welchem Busse und Sammeltaxis auf Kundschaft warten. Weil wir im Internet zahlreiche üble Geschichten von dieser Grenzüberquerung gelesen haben (so wurden angeblich schon zahlreiche Touristen von Fahrern angehalten, eine nicht-existierende “Visagebühr” zu bezahlen), wollten wir das Abenteuer ursprünglich per Bus in Angriff nehmen. Nachdem wir aber den Zustand der Fahrzeuge und die kilometerlangen Menschenschlangen davor gesehen hatten, haben wir uns dann doch für eines der mysteriösen Sammeltaxis entschieden. Und sogleich ging der vermeintliche Horror los, hat uns der Fahrer doch als erstes unsere Pässe abgenommen. Entsprechend gross war unsere Erleichterung, als er nach ca. einer Viertelstunde wieder damit zurückkehrte und auch gerade noch die ausgefüllten Einreiseformulare für Peru mitbrachte. Das nennen wir Service! Bewaffnet mit Pass und Papieren fährt man dann als erstes zum chilenischen Zoll, wo man ausreist (dank gut vernetztem Taxifahrer wird man an den längsten Schlangen elegant vorbeigeschleust und muss nicht mit dem “Bus-Pöbel” anstehen). Anschliessend durchquert man ca. 10 Kilometer vermintes Niemandsland (wow, diese Länder scheinen sich nicht gerade zu mögen…), bevor man dasselbe Prozedere bei der Einreise in Peru noch einmal durchläuft. Und dann hatten wir es geschafft! Ganz ohne Probleme und Abzocke! Tschüss schönes Chile, hallo Peru!

Als erstes fällt einem sofort der Unterschied im Lebensstandard auf: wo Chile – nicht ganz zu Unrecht – den Übernamen “Schweiz von Südamerika” trägt, trifft man in Peru auf mehr ärmliche Bauten, schlechte Strassen und ärmere Menschen. Peru ist dabei viel mehr das, was wir uns unter einem südamerikanischen Land vorgestellt haben: weniger komfortabel, aber günstiger; aufgeschlossenere, offenere Menschen, aber nie ganz ungefährlich (in Arequipa, wo wir eine “Zwischenübernachtung” eingelegt haben, riet man uns zum ersten Mal aktiv davon ab, spät Abends noch raus zu gehen…). Mal schauen, wies wird…

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Pizzataxi? Nein, “Schnupftruckli” für Menschen