Archiv des Autors: Nicola & Jenny
Joggeli auf Weltreise Teil 4
Nach so vielen Städten und historischen Monumenten in Hong Kong und Indien, hatte es unser grosser Reiseführer satt, Tempel zu besichtigen, auf die immer gleich langweiligen Aussichtsplattformen hoch zu fahren und von den doofen Massentouristen blöd angeglotzt zu werden. Kurzum, es war Zeit für mehr Natur und das richtige Abenteuer. Und so trieb er uns trotz seiner kurzen Beinchen gnadenlos auf die höchsten Gipfel Asiens, tauchte mit uns in den tiefen Ozean und stellte sich den gefürchteten Komodo-Waranen. Aber lest selbst.
Surabaya (Indonesien) – Sydney
Nur worries in downunder, mate!
Eigentlich sollte an dieser Stelle unser letzter Beitrag aus Australien folgen, welcher sich mit Brisbane, Fraser Island und der berühmten Surferküste rund um Byron Bay beschäftigt. Aufgrund der tragischen Fluten in Queensland Ende Januar und einer Autovermietung, welche ihre Kunden durch Bestrafung korrekter Verhaltensweisen mit hohen Bussen dazu motiviert, grosse Risiken einzugehen, sind wir für die letzten Tage auf dem roten Kontinent jedoch ein zweites Mal in Sydney “gestrandet”. Wie ihr vielleicht auch bemerkt habt, ist von unserer Seite immer wieder Kritik am Land laut geworden. Nach fast neun Monaten Reisezeit, in welcher wir 11 Länder rund um den Globus besucht haben, wovon einige als Entwicklungsländer gelten und gewisse auch nicht immer einfach zu bereisen sind, können wir jedoch sagen, dass Australien unserer Meinung nach am stärksten an den Nerven nagt und noch viel tiefere Löcher ins Budget reisst, ohne wirklich einen grossen Gegenwert zu bieten oder auch nur ansatzweise so “easy” zu sein, wie es sich selbst immer gerne darstellt. Sicherlich hat das Land seine positiven Seiten: beeindruckende und vielfältige Natur, Tiere, welche sonst nirgends auf unserem Planeten vorkommen, frische und schmackhafte Zutaten (die Australier können dank ihrer verschiedenen Klimazonen fast alles im eigenen Land produzieren) und einige herausragende Bars und Restaurants, wie bspw. unser absoluter Lieblingsschuppen “5 Boroughs” an der Darlinghurst Road in Sydney. All dies wiegt aber das exorbitante, allgemeine Preisniveau (gleich teuer oder sogar noch teurer als in der Schweiz), verbunden mit dem gleichzeitig grottigen Service und dem stetigen Ärger über einzelne besonders dreiste Exemplare der Abzocke definitiv nicht auf. Wir können deshalb nicht nachvollziehen, dass die Mehrheit der Leute Australien super toll findet bzw. davon träumt, einmal hierher zu kommen. Wir tun es definitiv nicht (mehr)!
Weil wir ja bekanntlich nicht zu den Leuten gehören, welche unbegründete Anschuldigungen erheben, wollen wir euch die drei schlimmsten Beispiele nennen, weshalb wir nie mehr einen Fuss auf diesen Kontinenten setzen werden (kleinere Übel haben wir ja in den einzelnen Artikeln zur genüge erwähnt):
- Die australische Post: Da gewisse Dinge unseres alltäglichen Bedarfs, wie z.B. eine spezielle Reinigungsflüssigkeit für Linsen, in den meisten Ländern nicht erhältlich sind, lassen wir uns regelmässig Pakete mit Nachschub zusenden. So haben wir uns auch Anfang Dezember 2012 von unseren Eltern ein Paket an ein vorgebuchtes Hostel senden lassen. Dieses sollte laut Angaben der CH-Post spätestens Ende Dezember – und damit noch eine Woche vor uns – in Sydney eintreffen. Bei unserer Ankunft im Hostel am 08. Januar befand sich unsere Ware laut Tracking-System seit vier Tagen in Sydney in der Sortierung. Trotz mehrmaliger Anrufe bei der Post änderte sich daran bis zu unserer Weiterreise nach Alice Springs nichts. Mit dem Plan, uns das Päckchen nach Brisbane umzuleiten, haben wir in den folgenden zwei Wochen immer wieder bei der Post angerufen. Aber entweder hiess es, dass man uns keine Informationen geben dürfe, weil wir uns am Telefon nicht als berechtigte Empfänger ausweisen können oder man sagte uns, dass man leider zur Zeit nichts tun könne. Schliesslich wurde uns nach drei Wochen im Land dazu geraten, die CH-Post auf das Ganze anzusetzen. Doch auch dies hat keine Wirkung gezeigt und so haben wir – noch bevor wir von den Fluten in Brisbane erfahren haben – einen 600 Kilometer langen Umweg in Kauf genommen, um in Sydney persönlich bei einer Post vorzusprechen, uns auszuweisen und um eine Auslieferung des Paketes zu bitten. Dort angekommen, teilte man uns mit, dass man als Filiale leider nichts machen könne und wir wiederum der Hotline anrufen müssten. Nicht einmal unserer Bitte nach Bestätigung unserer Identität am Telefon wurde stattgegeben! Also wieder der Hotline angerufen, Situation erklärt und gefragt, ob wir das Paket nicht in Sydney beim Distributionscenter oder einer nahegelegenen Post abholen dürfen. Antwort: man wisse zwar, wo sich das Paket befinde, dürfe uns aber die Adresse nicht angeben, da dort eine Abholung nicht vorgesehen sei. Ausserdem könne man es auch nicht an eine nahe Poststelle senden, da es seinen vorgeschriebenen Weg gehen müsse. Auf unsere Erwiderung, dass der “vorgesehene Weg” aber eine Zustellung vor vier Wochen vorsah, wurde in unfreundlichem Ton reagiert und das Gespräch beendet.
Kosten: (Höchstwahrscheinlich verlorener) Paketinhalt im Wert von mehr als CHF 600.-, Portokosten von fast 80.-, mehrere lange Telefonate (man wird ja immer noch ca. 10 Minuten in der Warteschlaufe hängen gelassen): 25.-, ein Umweg von 600 Kilometern mit Benzinkosten von ca. 120.-, ein verlorener Tag für den Umweg… Total also mehr als 800.- an Kosten, viel Ärger und ignorante, unfreundliche Mitarbeiter, von welchen keiner für irgendetwas verantwortlich sein will! - Apollo Motorhomes (Mietwagenfirma): Ein völlig veralteter Wagen, dessen Interieur vor der Übergabe soweit in Stand gestellt wurde, dass man den schlechten Zustand erst nach zwei Tagen bemerkt, wenn alles auseinanderfällt; eine Hotline, welche einem bei der Meldung eines Schadens einfach so mal 75.- in Rechnung stellt; unkulante Versicherungskonditionen, welche einem im Falle einer Police bei einem anderen Anbieter einen Ersatzwagen verwehrt; ein idiotisches und fahrlässiges Management, welches einem zwar bestätigt, dass der ursprüngliche Rückgabeort (Brisbane) unter Wasser steht und nur unter sehr hohen Risiken angefahren werden kann, einem gleichzeitig aber zu verstehen gibt, dass eine Rückgabe in einer anderen Stadt trotzdem mit 700.- bestraft wird; nicht autorisierte, eigenmächtige Abbuchungen ab der Kreditkarte; unfähiges und unfreundliches Personal, welches einem sogar die, von der Versicherung geforderte, Quittung für die Schäden verweigert, etc.
All dies gibt es bei Apollo Motorhomes zum Schnäppchen-Mietpreis von rund 140 Dollar pro Tag, plus 10 Dollar Kreditkartengebühr täglich. Ein Angebot, das einen wirklich umhaut! - Unfreiwillig ein zweites Mal in Sydney gelandet, beschlossen wir, aus der Situation das Beste zu machen und das Ganze etwas zu vergessen. Als wir hörten, dass ein bekannter DJ am Samstagabend in einem Club in der Nähe auflegen würde, wollten wir natürlich hin. Also in Schale geschmissen und los! Im Club angekommen, gönnten wir uns ein paar (sauteure) Drinks und genossen das Ambiente. Als dann der gross angekündigte DJ um 01:30 endlich die Bühne betrat, wollten wir von der Bar zum Dancefloor runter. Weil Jenny noch ein Getränk in der Hand hielt, wurde sie von einem Security unsanft angepackt und ohne weiteren Hinweis in Richtung Ausgang bugsiert. Nicola folgte den beiden und versuchte, die Situation zu entspannen, was auch gelang. Da wir beide drinnen ja noch Getränke hatten, vom “Haupt-DJ” trotz extrem teurem Eintritt keine Sekunde gesehen und aus unerfindlichen Gründen hinausgeworfen wurden, diskutierte Nicola mit einem der Türsteher. Obwohl einer dieser Stiernacken ihn zu handgreiflichem Verhalten provozieren wollte, indem er ihn ohne Grund herumschubste, blieb er ruhig und verlangte den Chef zu sprechen. Irgendwann kam ein junger Schnösel im Anzug und sagte extrem unfreundlich, dass beide keine Rechte mehr hätten, weil sie Alkohol getrunken hatten. Nicola blieb weiterhin hartnäckig aber anständig, was die Typen so auf die Palme trieb, dass der aggressive Türsteher seine Kollegen dazu aufforderte, ihn in eine Ecke zu drängen, wo die Kameras nicht aufzeichneten, um ihn fertig zu machen! Spätestens zu diesem Zeitpunkt hiess es dann, die Flucht zu ergreifen!
Als Mitglied einer grossen internationalen Club-Kette, welche sich selbst immer rühmt, nur den besten Kundenservice zu haben und sich dies auch entsprechend bezahlen lässt (wir haben für den Eintritt plus Getränke mehrere hundert Franken bezahlt), ein absolutes No-Go! Liebes Pacha, wir werden nie mehr einen Fuss in einen deiner Clubs setzen!!!
No worries, mate? Da ziehen wir noch eher nach Delhi…
Wir wünschen heisse Festtage
Kulinarisches von Indonesien bis Malaysia
Joggeli auf Weltreise Teil 3
Nachdem sich Joggeli im “westlichen” Hong Kong bei Cordon Bleu und Wein von den Strapazen im verrückten China erholen konnte, tritt er die Weiterreise ins noch verrücktere Indien an. Dieses unglaubliche Land hat auch an unserem Reiseführer seine Spuren hinterlassen: mit seinem Augenlicht steht es nicht mehr gerade zum besten (sprich: er verliert nächstens ein Auge) und seine “Tätowierungen” (Unterschriften) sind daran, zu verblassen. Trotz allem konnte er uns wieder viele eindrückliche Dinge zeigen.
Hong Kong – Yogyakarta (Indonesien)
“Wie erkennt man einen Langzeitreisenden?” Teil 1
Praktisch alle Rucksackreisenden, welche länger als drei Monate unterwegs sind, gewöhnen sich mit der Zeit gewisse Verhaltensmuster und “Überlebensstrategien” an. Wir haben unsere Angewohnheiten kritisch analysiert und stellen euch nachträglich die prägnantesten “Reiseangewohnheiten” vor. Man erkennt einen Langzeitreisenden daran, dass…:
- …die Hälfte seines Rucksackvolumens mit Klopapier und Feuchtetüchern gefüllt ist: Da die meisten Unterkünfte – ganz zu schweigen von den öffentlichen Toiletten – in asiatischen Ländern kein Toilettenpapier zur Verfügung stellen, ist man gut beraten, immer einen eigenen Vorrat davon mitzuführen. Schliesslich weiss man ja auch nie, wann einen der nächste Durchfall ereilt…
- …die Abfallkübel in seinem Zimmer mit benutztem Klopapier gefüllt sind und der restliche Müll aus Platzmangel im Kübel auf dem Boden verteilt ist: Die Abflussrohre der von uns besuchten Länder (mit Ausnahme von Russland) sind nämlich anfällig auf Verstopfungen…
- …er sich die Hände nach Erledigung seines Geschäfts oder sonstiger schmutziger Tätigkeiten nicht wäscht, sondern desinfiziert. Grund: Bakterien treiben sich in den schmutzigen Städten dieser Gefilde überall herum und es darf auch angenommen werden, dass das Wasser nicht sauber ist…
- …er sich die Zähne mit Mineralwasser putzt. Aus oben genannten Gründen, ist Wasser aus dem Hahn in Ländern wie Indien nicht die erste Wahl. Steht Mineralwasser nicht zur Verfügung, tut es auch Bier, Cola oder Tee. Allerdings nur kurzfristig

- …er einen Freudentanz unter der Dusche aufführt, wenn er auf warmes Wasser stossen sollte. Da dies normalerweise nämlich nicht der Fall ist, gehören “Ressorts” mit Heisswasser für ihn bereits in die Kategorie “Luxushotel”.
- …es für ihn selbstverständlich ist, auf der Toilette zu sitzen und sich gleichzeitig die Füsse waschen zu können. Klingt nach Luxus? Der Grund ist leider eher darin zu suchen, dass Dusche und Toilette in unmittelbarer Nähe zueinander zu finden sind (sprich: der Duschkopf hängt über der Schüssel).
- …er auch in der tiefsten Wildnis abends meistens frisch geduscht zum Essen erscheint. Die Erfahrungen lehren einen nämlich, dass obwohl zu Beginn vielleicht lustig, der erzwungene Verzicht auf reinigendes Nass langfristig zu Nachteilen verschiedener Art führt: es juckt einen überall, man ist den ganzen Tag von Fliegen umgeben, die Mitreisenden nähern sich nur noch auf drei Meter, man getraut sich die Arme nur noch zu heben, wenn man allein ist, etc. Lösung: Man legt sich einen Vorrat an leeren Pet-Flaschen zu und füllt diese bei jeder Gelegenheit mit Wasser aus Flüssen, Seen, etc.
- …er mehr Telefonnummern besitzt, als ein durchschnittliches Call-Center. Ursache ist nicht etwa, dass zahlreiche VerehrerInnen vorhanden wären, welche nichts voneinander wissen dürfen, sondern viel mehr die exorbitanten Roaming-Kosten von europäischen Telefonanbietern. Der Kauf von lokalen Prepaid-SIM-Karten ist fast immer die günstigere Alternative und ermöglicht einem i.d.R. auch den Zugang ins Internet, wenn mal kein WLan zur Hand sein sollte…
- …er auf jedes Bett noch den eigenen Seidenschlafsack legt, obwohl es doch frisch bezogen ist. Tatsächlich? Nun, wenn man einmal selbst miterlebt hat, wie indische Bahnangestellte das Bettzeug in der obersten (!!!) Klasse “reinigen” (das Kissen wird mit dem Besen abgebürstet, mit welchem man zuvor den Boden gekehrt hat, das Leintuch wird geschüttelt und unmittelbar wieder gefaltet), ist man sich nicht mehr unbedingt sicher, ob das Jucken am Hinterkopf nicht eventuell doch Flöhe sind…
- …Multivitamine einen fixen Bestandteil der täglichen Nahrung darstellen. In Ländern wie China gibt es nämlich nur extrem selten frisches Obst und in Indien…nun ja, wer will in Varanasi denn eine Frucht essen, welche mit Ganges-Wasser grossgezogen wurde? Dass wäre ja, als ob man aus Sorge um seinen Cholesterinspiegel nur noch Eier essen würde…
- …er nicht mehr in der Lage ist, mit Messer und Gabel zu essen. Monatelanges Speisen mit Stäbchen und Fingern führen nämlich dazu, dass man vergisst, wie es zuhause war: “Hält man die Gabel nun mit links oder rechts?”, “Wieso kann ich nicht einfach vom Steak abbeissen?”
- …Schlürfen und Schmatzen zu festen Bestandteilen einer jeden Mahlzeit geworden sind. Erstens gilt dies in vielen Ländern nicht als unanständig und wird teilweise sogar erwartet und zweitens ist es einfach verdammt schwierig, eine Nudelsuppe mit Stäbchen zu essen (dies schaffen übrigens auch die Chinesen nicht ohne lautstarkes Geschlürfe).
- …ihm seine Trinkflasche aus billigem Plastik (gekauft in China) als “Multifunktionsbehälter” dient: man kann damit nicht nur wunderbar Wasser in kleineren Mengen transportieren, sondern auch Instantkaffe, -tee und –suppen, sowie Cocktails “anmischen” (alles hineinfüllen, gut verschrauben, schütteln, fertig!)…
- …er aus lauter “Gewöhnung” an die Flasche auch bei Mahlzeiten zu Tisch vergisst, dass man Getränke aus Anstandsgründen ja normalerweise zuerst in die bereitgestellten Gläser umfüllt und nicht direkt aus der Flasche trinkt…
- …jede Apotheke verglichen mit seinem Vorrat an Medikamenten gleich dichtmachen kann. Man will ja schliesslich gegen alles mögliche gewappnet sein und nicht irgendwo in der Pampa zum Tierarzt müssen. Vom einfachen Mittel gegen Durchfall, über Fiebersenkende Pillen und einem Jahresvorrat an Multivitaminen, bis hin zu Tabletten gegen Malaria ist einfach alles dabei und wir hoffen, dass uns nie ein übereiferiger Zollbeamte mit einem Drogendealer verwechselt

- …überall wo er gewesen ist, alle “Gratisartikel” mitgenommen worden sind: egal ob Duschgel, Zahnbürsten, Körperlotion, Teebeutel, Instantkaffee oder einfaches Milchpulver. Es wird mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest ist (manchmal sogar das Toilettenpapier aus dem Hotelzimmer, falls denn welches vorhanden gewesen ist…).
- …er seine Bücher nur noch in elektronischer Form mitführt: nach einigen Wochen mussten wir feststellen, dass es einfach sehr mühsam ist, einen Vorrat an Reiseführern (einige davon – z.B. diejenigen von China und Indien – können mehrere Kilos wiegen) mitzuschleppen. Ausserdem kostet das Nachsenden aus der Heimat jeweils ein kleines Vermögen, ganz zu schweigen von der Frage, ob das Paket jemals an seinem Zielort eintrifft. Unsere Lösung für das Problem heisst “Galaxy Tab 2” und kommt aus dem Hause Samsung. In China gekauft war das etwa gleich teuer, wie der Versand von drei Paketen…
- …er seine Wertsachen im wahrsten Sinne des Wortes “unter seiner Matratze aufbewahrt”. Und zwar sowohl tagsüber wenn man zum Strand geht (ein Geldgurt eignet sich nicht zum Baden, da nicht wasserdicht), wie auch Nachts, wenn man befürchten muss, dass die eigene Zimmertür doch kein allzu grosses Hindernis für potentielle Langfinger ist…
- …sein Zimmer trotz längerem Aufenthalt nie geputzt wird, da die Tür bei Abwesenheit durch ein zusätzliches Stahlkabel mit Vorhängeschloss gesichert wird. Uns ist nämlich hinlänglich bewusst, dass jede Unterkunft immer noch mindestens einen Ersatzschlüssel in Reserve hat. Und da unsere Wertgegenstände (PC, Kamera, MP3-Player, etc.) in vielen Ländern den Gegenwert mehrerer Monatslöhne haben, wollen wir die Reinigungskraft gar nicht erst in Versuchung führen…
- …er immer Flip-Flops trägt. Deren Eigenschaften (leicht, luftdurchlässig, “wasserdicht”, geschmacksneutral, günstig zu ersetzen) machen sie zum idealen Schuhwerk auf Langzeitreisen, welches man nie missen möchte.
- …bei einer Reise als Paar sog. “partnerfreie Tage” eingeführt werden müssen: die andauernde Nähe (24 Stunden am Tag) und Abhängigkeit voneinander (jemand spricht diese Sprache, die andere Person ist besser im verhandeln, etc.) führt dazu, dass man sich gegenseitig irgendwann extrem auf die Nerven geht. Also immer wieder einmal einen längeren Aufenthalt an einem Ort einplanen und dann für ein paar Stunden oder einen Tag getrennte Wege gehen!
- …er überall um den Preis feilscht und selbst den Taxifahrer fragt, ob im Fahrpreis der Treibstoff und der Transport des Gepäcks enthalten sind oder extra kosten. Die Erfahrung aus den verschiedenen Ländern hat uns gezeigt, dass den kreativen Einfällen bezüglich Touristenabzocke keine Grenzen gesetzt sind und manche besonders “geschäftstüchtige” Individuen nicht einmal davor zurückschrecken, einen an den falschen Ort zu fahren, um sich den zweiten Teil des Weges zum korrekten Ziel dann ein weiteres Mal teuer bezahlen zu lassen…
- …Google-Translate (Übersetzungsdienst des Internetriesen) zu einem der meistgenutzten Werkzeuge auf dem eigenen Handy wird. Leider können ältere Geräte aber gewisse Sprachen (z.B. Hindi) nicht mehr korrekt darstellen

- …er sich immer zuerst das Zimmer inklusive Bad und Bettwäsche zeigen lässt, bevor er eine Übernachtung bucht bzw. bezahlt: Versprechungen, Bilder oder Aussagen entsprechen oft nicht der Realität. Hat man aber erst einmal bezahlt, ist eine Reklamation praktisch unmöglich…
- …der Kampf gegen blutsaugende Biester mit allen nur erdenklichen Mitteln geführt wird: lange Kleidung, Salbe, Spray, chemische Raumbestäuber, brennbare Spiralen, Insektenvernichtungsmittel und und und… alles mehr oder weniger wirkungsvoll und deshalb bevorzugt in Kombination angewandt…
- …der Schal insbesondere für weibliche Langzeitreisende zum stetigen Begleiter wird: die Besichtigung religiöser Stätten, extremes Kühlen öffentlicher Räume, schmutzige Sitzgelegenheiten oder gaffende Inder erfordern je nachdem den Einsatz eines solchen Tuchs…
- …er Plastiksäcke nicht nur als Wegwerfgut, sondern als wertvolle Gegenstände mit multifunktionalem Einsatzzweck betrachtet. Sie bieten ihrem Inhalt Schutz vor Wasser und Getier, man kann sich darauf setzen, sie verhindern das Auslaufen von Flüssigkeit in den Rucksack, etc.
Kulinarisches von Hong Kong bis Indien
Kulinarisches von Datong bis Guilin
Das lange Warten hat endlich ein Ende und wir freuen uns, euch eine weitere Folge unserer Kulinarik-Reihe präsentieren zu können.
Joggeli auf Weltreise Teil 2
Natürlich ist auch unser (fast) alleswissender Reiseleiter Joggeli mit uns durch China gereist und hat uns die Wunder dieses Landes näher gebracht.
Peking – Guilin
| Sanya | |
| Blick in Richtung Strand | |
| Shanghai | |
| Die bekannte Skyline | |
| Chengdu | |
| Der grosse Buddha von Leshan | |
| Yuanyang | |
| Vor den Reisterrassen | |
| Tigersprungschlucht | |
| Am Wasserfall | |
| Hoch hinaus |